Unternehmerin, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes

Erweiterte Chancen, neue Märkte

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Erweiterte Chancen

Wien galt schon zu Zeiten des "Eisernen Vorhanges" als Ost-West-Drehscheibe. Der Beitritt Österreichs zur Europäischen Union 1995 und der große Erweiterungsschritt 2004 habe den Wirtschaftsstandort Wien stetig wachsen lassen und den Unternehmerinnen und Unternehmern neue Märkte geöffnet. Wien wurde von einer Randlage wieder ins Zentrum des neuen Europas mit mehr als 450 Millionen Einwohnern gerückt.

Wien ist Knotenpunkt für Osteuropa
Die geographische Nähe von Wien zur Tschechischen Republik, der Slowakei und Ungarn wurden dadurch zum großen Standortvorteil. Gute Verkehrsanbindungen über Straße, Schiene, die Donau und im Luftverkehr machen Wien überdies zu einem dynamischen Knotenpunkt. Vielen wurde erst durch die Entwicklungen der letzten Jahre wieder bewusst, dass die Entfernung von Wien an die Ukrainische Grenze mit 390 Kilometer geringer ist, als an den Bodensee!

Wiener Unternehmen haben in den vergangenen Jahren besonders stark in Osteuropa investiert. Eine Investition die sich auszahlt, denn die Wirtschaft in den neuen Länder hat im Schnitt ein doppelt so hohes Wachstum, als die EU der 15 "alten" Mitgliedsländer. Wien hat in den vergangenen Jahren aber auch seine Chancen als Drehscheibe und Standort für viele internationale Betriebe genutzt: Über dreihundert internationale Konzerne, wie Alcatel, Baxter, Hewlett-Packard, IBM und Coca Cola haben ihre Osteuropazentrale bereits in Wien.

Steuerpolitik wirkt
Sowohl den ausländischen Investoren als auch den bestehenden Wiener Betrieben bieten wir optimale Rahmenbedingungen. Mit der Senkung der Körperschaftssteuer und Einführung der Gruppenbesteuerung brauchen wir den Vergleich mit unseren osteuropäischen Nachbarn nicht scheuen. Darüber hinaus bietet Wien ein dichtes Angebot an unternehmensbezogenen Dienstleistungen, politische Stabilität und gut ausgebildete Fachkräfte.

Diese Faktoren - das starke Wirtschaftswachstum der neuen EU-Mitgliedsländer einerseits und ein die zahlreichen Standortvorteile Wiens andererseits, schaffen eine Win-Win Situation, von der auch der gesamte EU-Binnenmarkt profitiert.