Unternehmerin, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes

Wiener Firmen führend am osteuropäischen Markt

Landkarte

Auslandsinvestitionen

Anfang 2010 erreichte das insgesamt im Ausland investierte Kapital österreichischer Unternehmen mit 113 Mrd. Euro einen neuen Rekordwert. Eine Sonderauswertung der Österreichischen Nationalbank über die Beteiligung der Wiener Firmen an den österreichischen Investments ergab, dass diese mit einem Anteil von sechzig Prozent weit an der Spitze liegen. Ein klarer Beleg für die wichtige Drehscheibenfunktion unserer Stadt. Damit sichern die Unternehmen durch ihre direkte Präsenz vor Ort die Umsätze auf den Auslandsmärkten. Die wichtigsten Länder für Investoren liegen in Zentral- und Osteuropa, allen voran die Nachbarländer Tschechien und Ungarn. Von den alten EU- Mitgliedsstaaten ist traditionell Deutschland das wichtigste Zielland für die Wiener Auslandsinvestoren.

2 000 Wiener Unternehmen investieren im Ausland
2 000 Wiener Firmen waren Anfang 2010 mit Tochterunternehmen oder Firmenbeteiligung im Ausland aktiv – 1 190 davon in Mittel - und Osteuropa, am Balkan oder im russischen Raum. Neben dem Banken- und Versicherungssektor finden sich vor allem folgende Branchen unter den eifrigsten Auslandsinvestoren: Telekommunikation, Bauwirtschaft, Immobilien, Consulting- und IT-Branche aber auch der Handel mit Chemie, Kunststoff und Mineralöl. Beinahe 80 Prozent der Investitionen gehen in den Dienstleistungssektor. Besonders freut mich, dass in den vergangenen Jahren sehr viele Auslandsinvestitionen im KMU-Bereich erfolgten.

Rücktransfer des Geldes
Besonders positiv ist, dass Wiener Unternehmen in ihren Niederlassungen vor Ort hohe Erträge erwirtschaften: fast 3,8 Mrd. im Jahre 2009, von denen fast ein Drittel nach Österreich rücktransferiert und hier investiert wurde. Mit diesen Berechnungen ist der eindeutige Beweis erbracht, dass sich die Auslandsinvestitionen auch positiv auf den Wirtschaftsstandort Wien auswirken.

Erfolg im Ausland sichert Wiener Arbeitsplätze
Der Erfolg der Auslandsaktivitäten spiegelt sich auch in den Beschäftigungszahlen wider. 340.000 Beschäftigte arbeiten derzeit bei ausländischen Tochter– und Beteiligungsfirmen von Wiener Unternehmen, Tendenz steigend. Das Argument, dass diese Arbeitsplätze auch in Wien geschaffen werden könnten, stimmt jedoch so nicht. Die Arbeitsplätze dienen in der Regel der Erschließung und Bearbeitung der Auslandsmärkte vor Ort. Aufgrund der hervorragenden Erträge haben die Auslandsbeteiligungen aber einen maßgeblichen Anteil daran, die bestehenden Arbeitsplätze in Wien zu sichern.

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