Unternehmerin, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes

Wiener Firmen führend am osteuropäischen Markt

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Auslandsinvestitionen

Ende 2005 erreichte das insgesamt im Ausland investierte Kapital österreichischer Unternehmen einen neuen Rekordwert. Eine Sonderauswertung der Österreichischen Nationalbank über die Beteiligung der Wiener Firmen an den österreichischen Investments ergab, dass diese mit sechzig Prozent Anteil weit an der Spitze liegen. Ein klarer Beleg für die wichtige Drehscheibenfunktion unserer Stadt. Damit sichern die Unternehmen durch ihre direkte Präsenz vor Ort die Umsätze auf den Auslandsmärkten. Die wichtigsten Länder für Investoren liegen in Zentral- und Osteuropa. Von den alten EU- Mitgliedsstaaten ist traditionell Deutschland das wichtigste Zielland.

1200 Wiener Unternehmen investieren im Ausland
1200 Wiener Firmen waren Ende 2005 mit Tochterunternehmen oder Firmenbeteiligung im Ausland aktiv - 670 davon in Mittel - und Osteuropa, am Balkan oder im russischen Raum. Neben dem Banken- und Versicherungssektor finden sich vor allem folgende Branchen unter den eifrigsten Auslandsinvestoren: Telekommunikation, Bauwirtschaft, Immobilien, Consulting- und IT-Branche aber auch der Handel mit Chemie, Kunststoff und Mineralöl. Beinahe 80 Prozent der Investitionen gehen in den Dienstleistungssektor. Besonders freut mich, dass in den vergangenen Jahren sehr viele Auslandsinvestitionen im KMU-Bereich erfolgten.

Rücktransfer des Geldes
Besonders positiv ist, dass 1,46 Mrd. der Gewinne 2005 nach Österreich rücktransferiert und hier investiert wurden. Mit diesen Berechnungen ist der eindeutige Beweis erbracht, dass sich die Auslandsinvestitionen auch positiv auf den Wirtschaftsstandort Wien auswirken.

Erfolg im Ausland sichert Wiener Arbeitsplätze

Der Erfolg der Auslandsaktivitäten spiegelt sich auch in den Beschäftigungszahlen wider. Eine große Zahl der Beschäftigten arbeitet derzeit bei ausländischen Tochter– und Beteiligungsfirmen von Wiener Unternehmen, Tendenz steigend. Das Argument, dass diese Arbeitsplätze auch in Wien geschaffen werden könnten, stimmt jedoch so nicht. Die Arbeitsplätze dienen in der Regel der Erschließung und Bearbeitung der Auslandsmärkte vor Ort. Aufgrund der hervorragenden Erträge haben die Auslandsbeteiligungen aber einen maßgeblichen Anteil daran, die bestehenden Arbeitsplätze in Wien zu sichern.

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