04.03.2010
Die Wirtschaftskammer-Wahl in Wien ist mit einem erfreulichen Ergebnis zu Ende gegangen. Mit rund 35.000 abgegeben Stimmen haben deutlich mehr Wiener Unternehmerinnen und Unternehmer von der Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung der Zukunft ihrer Interessenvertretung Gebrauch gemacht als bei der Wahl im Jahr 2005. Ich bedanke mich herzlich für Ihre Beteiligung und dem deutlichen Auftrag der Weiterarbeit für Ihre Anliegen. Den Blick gilt es nun nach vorne zu richten – auf die anstehenden Herausforderungen der Wiener Betriebe und die weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen für Ihren unternehmerischen Erfolg. Ich werde dazu – gestärkt durch das große Vertrauen, das Sie in mein Team und mich setzen – die Gespräche mit den politisch Verantwortlichen auf der Ebene des Landes und des Bundes vorantreiben und für die drängenden Fragen der Wiener Betriebe weiter nach Lösungen suchen: für den Zugang zu Finanzierungen – insbesondere im niederschwelligen Bereich -, für eine weitere steuerliche Entlastung, den dringend notwendigen Abbau der Bürokratie, eine umfassende Bildungsreform, um unsere Jugendausbildung zu sichern, und vieles mehr.
Leistungsangebot ständig weiter entwickeln
Ich lade Sie ein, die vielfältigen Angebote Ihrer Interessenvertretung in den nächsten fünf Jahren großzügig in Anspruch zu nehmen und unser Programm mit Ihren Ideen und Vorschlägen aktiv mitzugestalten. Unser Leistungsangebot werden wir auch in Zukunft an Ihren Bedürfnissen ausrichten und ständig weiter entwickeln. Die Wirtschaftskammer Wien wird für Sie weiterhin ein offenes Haus sein, in dem Sie mit offenen Armen, offenen Ohren und tatkräftigen Händen empfangen werden. Es ist dies unser Selbstverständnis und zugleich unser Dank für Ihren täglichen Einsatz als Unternehmerin und Unternehmer. Sie leisten einen unersetzlichen Beitrag zum Wohlstand in unserer Stadt, zur Sicherung hunderttausender Arbeitsplätze und zum international hervorragenden Ruf Wiens. Ihre Leistungen sind es, die Wien so lebenswert, so menschlich und wirtschaftlich so erfolgreich machen. Halten Sie Kurs, wir sind am richtigen Weg!
25.02.2010
Durch den unermüdlichen Einsatz der Funktionärinnen und Funktionäre sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wirtschaftskammer Wien ist es in den vergangen fünf Jahren gelungen, wesentliche interessenspolitische Meilensteine und zahlreiche Serviceverbesserungen für die Wiener Betriebe zu erreichen. Jetzt gilt es, den Blick in die Zukunft zu richten und die anstehenden Herausforderungen zu meistern. So muss die steuerliche Belastung für Wiener Betriebe weiter reduziert werden. Neben der Senkung der Lohnnebenkosten geht es auch um die Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes im Wohnungsverband, Steuererleichterungen für den betrieblich genutzten PKW sowie um die Abschaffung der Kreditvertragsgebühr und der Werbeabgabe. Alles Maßnahmen, die zu allererst die Klein- und Mittelbetriebe brauchen.
Verwaltungsreform für Wiener Bürokratie
Die Wirtschaft braucht aber auch Ankurbelungsimpulse und Maßnahmen zur Sicherstellung der Liquidität. Das heißt: mehr Landeshaftungen für Kredite, die Wiederbelebung von steuerlichen Maßnahmen zur Investitionsförderung und die Einführung eines Handwerker-Bonus, damit Privatinvestitionen in diesem Bereich steigen. Mit der vielfach verlangten Verwaltungsreform muss auch endlich Bewegung in die Wiener Bürokratie kommen. Geringfügige Änderungen dürfen zu keiner aufwendigen Betriebsanlagengenehmigung führen, Drehgenehmigungen für Filmprojekte bedeuten immer noch einen Spießroutenlauf durch unzählige Behörden, der Zugang zum Parkpickerl zum Firmen-PKW ist den meisten Unternehmern nach wie vor verwehrt.
Weg konsequent weiter gehen
Die Unternehmensfinanzierung verbleibt auch für die nächsten Monate ein brennendes Thema. Mit unserer Ombudsstelle konnte der Dialog zwischen Banken und Unternehmern und damit das gegenseitige Verständnis wesentlich gestärkt werden. Diesen Weg werden wir konsequent weiter gehen. Neben unserer gemeinsamen Kreditaktion, die Kredite bis 10.000 Euro anbietet, müssen aber auch von Seiten der Banken neue Finanzierungsangebote im niederschwelligen Bereich auf den Markt kommen. Denn die Krise ist noch nicht vorbei, die Aussichten werden aber besser.
18.02.2010
Die Kluft zwischen dem österreichischen Bildungssystem und den Bedürfnissen der Wirtschaft wird größer. Das manifestiert sich im ganz besonderen Maße bei der schwierigen Suche nach ausreichend qualifizierten Pflichtschulabsolventen für offene Lehrstellen. Die Klagen über mangelnde schulische Grundkenntnisse, unzureichendes Interesse am Beruf und Schwierigkeiten beim logischen Denken nehmen zu. Wenn staatliche Versäumnisse dazu führen, dass Arbeits- und Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, ist es höchste Zeit, die lang versprochene und viel diskutierte Bildungsreform endlich umzusetzen.
Grundwissen über wirtschaftliche Zusammenhänge
Im Zuge dieser Reform muss es auch gelingen, der Wirtschaft in den Lehrplänen jenen Stellenwert einzuräumen, der für den Erfolg der Unternehmen schlichtweg notwendig ist. Bisher ist Wirtschaft ein vernachlässigter Nebenaspekt in der Ausbildung unserer Jugend – sehr zum Nachteil der persönlichen Entwicklungsmöglichkeit der Jugendlichen. Dieser Umstand ist zugleich mitverantwortlich dafür, dass wir in Österreich eine vergleichweise niedrige Selbstständigenquote haben. Ein Grundwissen über wirtschaftliche Zusammenhänge und Unternehmertum muss daher bereits ab der Volksschule unterrichtet werden.
Ausgezeichnete Lehrlingsausbildung in Wiener Betrieben
Es gibt aber auch positive Entwicklungen – beispielsweise die ausgezeichnete Lehrlingsausbildung in den Wiener Betrieben, die für die Verfügbarkeit von hoch qualifizierten Fachkräften sorgt. Die besten Jung-Fachkräfte haben nun die Chance, Weltmeister zu werden. Denn 2011 findet in London die angesehene Berufsweltmeisterschaft Word Skills statt, die Vorauswahl für das Österreich-Team ist bereits angelaufen. Mein Ziel ist, dass Wiener Fachkräfte an der vordersten Front stehen und der Welt zeigen, was unsere Ausbildungsqualität leisten kann. Dadurch wird das Image der Lehre bei den heimischen Jugendlichen und damit die Qualität der Interessenten steigen. World Skills ist daher ein strategisch wichtiges Projekt und wird von der Wirtschaftskammer voll unterstützt. Die ersten 16 Kandidaten gibt es bereits. Und es werden laufend mehr.
12.02.2010
7800 Unternehmensgründungen in Wien im vergangenen Jahr sind ein deutliches Zeichen für die Stärke und Innovationskraft der Wiener Wirtschaft, sie zeugen von unternehmerischen Mut und Risikobereitschaft in einer wirtschaftlich nicht einfachen Zeit. Besonders erfreulich ist, dass der Anteil der Frauen unter den Gründern weiter steigt und mittlerweile über 37 Prozent der Wiener Betriebe in weiblicher Hand sind. Positiv zu bewerten ist auch, dass der Wiener Unternehmergeist durch alle Generationen, alle Nationalitäten, alle Teile der Stadt und alle Berufsgruppen zieht. Das stärkt die Vielfalt der Wiener Wirtschaft, sichert uns besser gegen künftige Krisen ab und steigert unsere Attraktivität im internationalen Wettbewerb der Wirtschaftsstandorte. Diese positive Dynamik gilt es seitens der öffentlichen Hand durch gezielte Maßnahmen weiter zu unterstützen – wie durch die steuerliche Absetzbarkeit des Arbeitsplatzes im Wohnungsverband, die Vorsteuerabzugsfähigkeit für beruflich genutzte PKW, die Aufhebung der Altersbegrenzung bei der Aufnahme des erstens Mitarbeiters durch EPU oder auch die steuerliche Anrechnung von Aufwendungen für Haushaltshilfen zur Abmilderungen der Mehrbelastungen insbesondere bei Unternehmerinnen.
Liquidität der Betriebe aufrecht erhalten
Genauestens im Auge zu behalten ist auch die Entwicklung der Insolvenzen. Sie haben im vergangenen Jahr in Wien um knapp zehn Prozent zugenommen, liegen damit aber immer noch unter dem Wert von 2005. Um einen weiteren Anstieg zu vermeiden, muss insbesondere die Liquidität der Betriebe aufrecht erhalten werden, hier befinde ich mich zur Zeit in äußerst Erfolg versprechenden Gesprächen mit den führenden Banken und der Politik. Ziel muss sein, eine vorübergehende Geldknappheit durch neue Finanzierungsinstrumente auszugleichen, um so den Fortbestand unserer Betriebe zu sichern. Der öffentlichen Hand und den Förderstellen wird zunehmend bewusst, wie notwendig diese Unterstützung ist. Jetzt geht es um die Umsetzung.
04.02.2010
Immer mehr Wiener Unternehmen fördern die personelle Vielfalt in ihren Betrieben. Für rund zwei Drittel ist laut einer aktuellen Befragung der Wirtschaftskammer Wien Diversity Management heute bereits ein Thema, eine wachsende Zahl setzt aktiv Maßnahmen, um die vielfältigen Eigenschaften ihrer Mitarbeiter unternehmerisch zu nutzen. Die Betriebe passen sich damit geänderten Markterfordernissen an, denn mit einem gezielten Diversity Management lassen sich Kunden besser ansprechen und neue Märkte erschließen. Auch bei der Rekrutierung von Mitarbeitern eröffnen sich neue Chancen, denn zusätzlich zur fachlichen Qualifikation werden Faktoren wie atypische Fremdsprachenkenntnisse, kulturelle Einflüsse, spezifische Lebenserfahrungen oder kreative Neigungen entscheidungsrelevant. Nicht zuletzt tragen die Betriebe dadurch auch dem steigenden Bedürfnis der Bevölkerung Rechnung, Unterschiede offen zu leben, was die Zufriedenheit und Motivation der Mitarbeiter stärkt. Diese Bemühungen der Unternehmen gilt es konsequent zu unterstützen. Die Wirtschaftskammer Wien trägt dieser Entwicklung durch ein eigenes Diversity Referat Rechnung. Mit dem heuer erstmalig ausgelobten DiversCity-Preis werden positive Beispiele im Umgang mit Vielfalt als Vorbild für andere sichtbar gemacht. Die Einreichungen belegen, wie tiefgreifend sich Wiener Betriebe mit dem Thema bereits auseinandersetzen.
Umgang mit Vielfalt selbstverständlich
Der DiversCity-Preis reiht sich zugleich in ein Bündel von Maßnahmen ein, mit dem die Wirtschaftskammer Wien eine Vorreiterrolle in Österreich übernommen hat. Denn auch für uns als Interessenvertretung ist es wichtig, die Vielfalt der Wiener Unternehmerschaft im eigenen Angebot abzubilden. So tragen wir etwa mit dem FORUM EPU den besonderen Bedürfnissen von Kleinstbetrieben Rechnung, wir bieten Beratungen in unterschiedlichen Sprachen, forcieren die Kommunikation mit Unternehmern mit ausländischen Wurzeln, stellen mit der Interessensplattform Frau in der Wirtschaft ein eigenes Forum für Wiens Unternehmerinnen zur Verfügung und sorgen in 105 Fachgruppen für eine branchenspezifische Interessenvertretung und vieles mehr. Für uns ist der Umgang mit Vielfalt selbstverständlich geworden, denn nur wer den Unterschied respektiert und würdigt, wird langfristig erfolgreich sein.
28.01.2010
1,5 Millionen Euro sind einfach zu wenig. Das ist die Summe der Kleinkredite, die vom Austria Wirtschaftsservice aws im Jahr 2009 an Wiener Unternehmen vergeben wurden. Ein Tropfen auf den heißen Stein, der kaum eine Wahrnehmung verursachte. Oder kennen Sie viele Unternehmer, die einen zinsbegünstigten ERP-Kredit in Anspruch genommen haben? Genau das soll sich 2010 entscheidend ändern. Geld gibt es genug, aber zu den Unternehmern kommt es dann doch nicht. Ändern wird sich das mit den entschärften Basel II-Regeln, die Unternehmern mit guten Jahren vor der Wirtschaftskrise neue Chancen veröffnen. Ändern muss es sich aber auch bei den ERP-Krediten.
ERP-Kleinkredite bis 100.000 EUR, Mikrokredithaftung startet ohne Untergrenze
Das aws hat sich intern neu aufgestellt und verspricht nun, binnen weniger Wochen über Kreditansuchen zu entscheiden – bisher waren es teilweise über sechs Monate. Und auch die rechtlichen Rahmenbedingungen wurden verändert. Nun gibt es ERP-Kleinkredite bis 100.000 EUR, die Mikrokredithaftung startet ohne Untergrenze. Nicht vergessen werden darf auf die Vielzahl an Förderungen, die es abzuholen gilt. Sich mit ihnen zu beschäftigen, verursacht zwar vielen Kopfzerbrechen, denn die Formulare sind oft unerträglich lang und die geforderten Informationen mühevoll beizubringen. Bares Geld ist es allemal, beim Weg zum Geld unterstützen wir mit Experten. Zusätzlich zu unserem Förderreferat, das über alle Förderangebote für Wiener Betriebe tagesaktuell informiert, bieten wir auch externe Unternehmensberater, die Ihnen bei Förderauswahl und –antrag helfen. Denn uns ist wichtig, dass die gerade am Jahresanfang prall gefüllten Fördertopfe auch genutzt werden.
Unterstützung in gewohnter Art und Weise
Trotz der jüngst erzielten Fortschritte beim Zugang zu Finanzierungen bleibt das Thema weiterhin ganz oben auf meiner Agenda. Auch unsere Ombudsstelle für Finanzierungsfragen wird Ihnen in gewohnter Art und Weise Unterstützung geben, wenn es um Fragen der Finanzierung oder Förderung geht. Wir sehen uns jeden Fall im Detail an. Jeden.
25.01.2010
Die Reform des österreichischen Bildungswesens ist überfällig und muss im Eilzugstempo angegangen werden. Ein großer Teil der Pflichtschulabgänger, die sich um eine Lehrstelle bewerben, verfügen laut einer aktuellen Befragung unter 300 Wiener Lehrbetrieben nicht über die ausreichenden Grundqualifikationen. Probleme gibt es beim Rechnen, Schreiben und Lesen, beim sprachlichen Ausdrucksvermögen und beim logischen Denken – also bei Qualifikationen, die bei den Betrieben ganz oben stehen. Für Wien ist dies eine entscheidende Zukunftsfrage. Denn Wiens Betriebe brauchen ausgezeichnet ausgebildete Fachkräfte, allerdings können mangels ausreichender Grundqualifikationen hunderte Lehrstellen nicht besetzt werden. Mittlerweile herrscht in praktisch allen Branchen ein Engpass an Fachkräften – von der Gastronomie über das Wiener Handwerk bis hin zur Industrie. Und die Lage könnte sich noch weiter zuspitzen.
Trendwende einleiten
Unser Bildungssystem braucht daher einen umfassenden Modernisierungsschub und muss vom 19. ins 21. Jahrhundert geführt werden. Die Aufgabe, auf das Leben in unserer Gesellschaft und auf die Berufswelt vorzubereiten, muss unser Schulwesen besser erfüllen. Dazu habe ich einen Diskussionsprozess mit renommierten Experten des Bildungswesens gestartet. Während die Politik weiter Antworten schuldig bleibt, wollen wir aufzeigen, was möglich ist, um eine Trendwende einzuleiten. Bereits gelungen ist die Trendwende bei der Zahl der Wiener Lehrlinge. Heute stehen über 18.000 Lehrlinge in Wien in Ausbildung, die Abwärtsentwicklung früherer Jahre wurde u.a. durch den Ausbau des Förderwesens gestoppt. Nun gilt es, die Lehrlingsausbildung als unersetzliche Säule der Fachkräfte-Generierung konsequent voranzutreiben. So ist beispielsweise das Image der Lehre in der öffentlichen Meinung nach wie vor unzufrieden stellend. Bei vielen steht die Lehre gedanklich immer noch am Ende der Bildungsskala, dabei verfügen wir mit dem dualen System über eine hoch qualifizierte Ausbildung, die der schulischen Weiterbildung in keiner Weise nachsteht. Wenn es gelingt, das Bildungsniveau der Pflichtschulabgänger zu steigern, wird auch das Ansehen der Lehre verbessert werden, und es werden sich auch mehr Jugendliche für einen solchen Ausbildungsweg begeistern.
14.01.2010
Wien kann stolz sein auf sein vielfältiges Shopping-Angebot, seine ausgezeichnete Nahversorgung und die hervorragende Entwicklung der Geschäftsstraßen. Der Wiener Einzelhandel ist in den letzten Jahren stark gewachsen, allein in den 22 größten Einkaufsstraßen gibt es heute um acht Prozent mehr Verkaufsfläche als 2003, in ganz Wien steht ein Rekordwert von 2,4 Millionen m² Verkaufsfläche den Konsumenten zur Verfügung. Auch der Umsatz ist gestiegen – von 8 Milliarden Euro im Jahr 2003 auf zuletzt rund 9,5 Milliarden Euro.
Trend zur Filialisierung
Nun gilt es, den Wiener Einzelhandel in das nächste Jahrzehnt zu begleiten und Antworten auf die Herausforderungen der nächsten Jahre zu finden. Denn parallel zur allgemein guten Entwicklung hat sich in den letzten Jahren der Trend zur Filialisierung und Konzentration auf die großen, zentralen Geschäftsstraßen fortgesetzt. Rand- und Nebenlagen geraten durch diese Entwicklung zunehmend unter Druck. Wir brauchen daher ein Zukunftskonzept für den Wiener Einzelhandel, das sich den Herausforderungen der Zeit stellt und eine Entwicklungsperspektive bis 2020 aufzeigt. Ich habe daher die Durchführung eines breit angelegten, intensiven Lösungsfindungsprozesses beauftragt, in den alle Bezug habenden Akteure eingebunden werden.
Auf wissenschaftliche Basis stellen
Dabei werden wir auch Erfolgsmodelle anderer, vergleichbarer europäischer Städte analysieren, nationale und internationale Experten einbeziehen und das gesamte Projekt auf eine wissenschaftliche Basis stellen. Mit einem solchen, auf breiter Ebene getragenem Konzept ist der Strukturwandel im Wiener Einzelhandel im gemeinsamen Interesse der Wiener Bevölkerung und der Wiener Wirtschaft in zukunftsorientierte Bahnen zu lenken.
Bedürfnisse besser berücksichtigen
Aus der Entwicklung des Wiener Einzelhandels ist auch abzuleiten, dass bei künftigen Bauvorhaben die Bedürfnisse der bestehenden Händler besser berücksichtigt werden müssen – vor allem in der Frage der Flächenwidmung für Einkaufszentren „auf der grünen Wiese“ oder bei der Genehmigung innerstädtischer EKZ, deren Größe die bestehenden Strukturen der umliegenden Einkaufsstraßen gefährdet. Hier hat die Wirtschaftskammer Wien in den letzten Jahren viel abwehren können, was großen Schaden angerichtet hätte – etwa überdimensionierte EKZ am Haupt- und Westbahnhof. Und dies ist auch unsere Richtschnur für die nächsten Jahre, damit alle Handelsformen und Branchen vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten haben.