Unternehmerin, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes

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24.01.2008

Kultur als Wirtschaftsfaktor

Wien ist nicht nur das wirtschaftliche Zentrum Österreichs, sondern auch das kulturelle. Was auf den ersten Blick wie zwei getrennte Bereiche wirkt, hängt allerdings viel enger zusammen als oftmals angenommen. Das Institut für Höhere Studien (IHS) hat in unserem Auftrag untersucht, welche Auswirkungen die Aktivitäten der Bundestheater auf Wertschöpfung, Beschäftigung, Nettokaufkraft und öffentliche Einnahmen haben. In der Spielsaison 2005/06 wurde in Wien eine Wertschöpfung von 413 Millionen Euro sowie Beschäftigungseffekte von 6600 Jahresarbeitsplätzen und eine Nettokaufkraft von 106 Millionen Euro ausgelöst. Dazu kommen österreichweit öffentliche Einnahmen in Form von Steuern und Abgaben in der Höhe von 214 Millionen Euro.

Grundlage der Studie waren neben den unmittelbaren Sach- und Personalausgaben der Bundestheater auch die Leistungen der Geschäftspartner wie Handwerker, Dienstleister und Handelsbetriebe und die Ausgaben der Besucher rund um einen Theater- oder Opernabend. Das erfreuliche Ergebnis zeigt, dass neben der Gastronomie und der Hotellerie auch der Handel, die Gebäudedienstleister, die Transportwirtschaft und viele andere mehr von den Bundestheatergästen profitieren. Allein die Kulturtouristen sorgen in Wien für eine Wertschöpfung von über 150 Millionen Euro und öffentliche Einnahmen in der Höhe von fast 85 Millionen.

Die Studie zeigt eindrucksvoll, dass sich finanzielles Engagement im Rahmen der öffentlichen Kultursubventionierung sowohl für die Wirtschaft als auch die öffentliche Hand auszahlt.