Unternehmerin, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes

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03.02.2012

Tourismus in Wien bricht alle Rekorde

Auf ihre Leistungen können Wiens Tourismusbetriebe mit Recht stolz sein. Denn im vergangenen Jahr hat die Branche gleich mehrere Rekorde gebrochen. Ein Allzeit-Hoch gab es beispielsweise bei den Nächtigungszahlen. Mit 11,4 Millionen haben sie selbst das beeindruckende Ergebnis von 2010 deutlich übertroffen. Ein kräftiges Plus von neun Prozent gab es auch bei den Umsatzzahlen. Zugleich haben aber die Bettenzahlen aufgrund zahlreicher neuer Hotelprojekte um neun Prozent zugelegt und einen neuen Höchststand erreicht. Diese Entwicklung relativiert das Umsatzplus.

Stabiler Faktor
Ob 2011 als Jahr der Rekorde in Erinnerung bleiben wird oder durch ein noch erfolgreicheres Jahr 2012 abgelöst werden kann, bleibt abzuwarten. Zu unsicher ist die weitere Entwicklung der Weltkonjunktur, sagen Experten. Von einem Einbruch geht aber niemand aus. Denn auch der Kongresstourismus erweist sich als stabiler Faktor. Wegen seiner langen Vorlaufzeiten ist er besser einzuschätzen als der private Städtetourismus. Erfreulich ist, dass die Branche von einer positiven Entwicklung in den kommenden Jahren ausgeht. Das belegen auch die neuen Hotelprojekte, die in Umsetzung bzw. in Planung sind. Sie steigern die Angebotspalette, mit der schrittweise auch ein international übliches Preisniveau erreicht werden kann.

Positiven Entwicklungsmöglichkeiten forcieren
Eine Sorge der Branche ist allerdings die wieder aufgeflammte Diskussion um die Einführung einer Vermögenssteuer. Das würde vor allem jene Hoteliers treffen, die ihre Hotelimmobilie im Eigentum haben. Insbesondere könnten wegen geringerer Gewinne Investitionen in die Erhaltung der Gebäude gefährdet sein. Stattdessen sind die positiven Entwicklungsmöglichkeiten des Wiener Tourismus zu forcieren. Dazu gehört beispielsweise, dass das Land Wien endlich die fehlende Vereinbarung mit dem Bund schließt, die den Wiener Tourismusbetrieben den Zugang zu den Investitionsförderungen der Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) ermöglicht. Alle anderen Bundesländer haben dies bereits vor vielen Jahren getan. Nur das Land Wien ist nach wie vor säumig.

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