16.02.2012
Jetzt geht es um Reformen
Die lang erwartete Einigung zwischen den Regierungsparteien über die Spar- und Steuerpläne der kommenden Jahre ist ein wichtiger Schritt für den künftigen wirtschafts- und finanzpolitischen Kurs Österreichs. Damit wurde gezeigt, dass die Sanierung des Staatshaushalts nun effektiv angegangen wird und für Österreich eine bewältigbare Aufgabe darstellt. Diese doppelte Botschaft ist in mehrfacher Hinsicht wichtig. Denn sie stärkt das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit und in die Problemlösungskompetenz unseres Landes und macht Mut, in Österreich weiterhin wirtschaftlich tätig zu sein. Zwar werden auch Wiens Unternehmerinnen und Unternehmer ihren Beitrag zur Budgetsanierung leisten müssen. Allerdings scheinen der Ausgleich zwischen den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen gelungen und die Lasten fair verteilt. Erfreulich ist aus wirtschaftlicher Sicht die Stärkung des österreichischen Standortes im Rahmen des Konsolidierungspakets, das Standort schädigenden Maßnahmen eine Absage erteilt.
Umdenken notwendig
Jetzt muss es darum gehen, die Sanierung des Staatshaushalts auch über das Jahr 2016 hinaus abzusichern. Österreich ist ein Land der Frühpensionisten, was auf längere Sicht nicht finanzierbar ist. Hacklerpension oder das schwammige Invaliditätspensionssystem haben dazu beigetragen, dass Österreicher weit früher in Pension gehen als im EU Durchschnitt. Es ist mittlerweile leider üblich geworden, als Arbeitnehmer mit 55 Jahren die Tage bis zur Pensionierung zu zählen, anstatt seine große Erfahrung möglichst lange aktiv einbringen zu können. Das ist ein Problem unserer Gesellschaft. Wir haben heute das Glück, ein langes Leben leben zu dürfen - das bedeutet aber auch, dass wir länger leistungsfähig sind und mit 60 noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Leistungsbereitschaft bis ins hohe Alter ist eine positive Eigenschaft - das muss in unserer Gesellschaft erst verankert werden. Ein Umdenken ist auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung notwendig. Gefragt sind mehr Effizienz und weniger Bürokratie, um die geplante Reduktion der Beamtenzahlen auch wirklich umsetzbar zu machen. Die Zeit des Handelns ist gekommen.
Umdenken notwendig
Jetzt muss es darum gehen, die Sanierung des Staatshaushalts auch über das Jahr 2016 hinaus abzusichern. Österreich ist ein Land der Frühpensionisten, was auf längere Sicht nicht finanzierbar ist. Hacklerpension oder das schwammige Invaliditätspensionssystem haben dazu beigetragen, dass Österreicher weit früher in Pension gehen als im EU Durchschnitt. Es ist mittlerweile leider üblich geworden, als Arbeitnehmer mit 55 Jahren die Tage bis zur Pensionierung zu zählen, anstatt seine große Erfahrung möglichst lange aktiv einbringen zu können. Das ist ein Problem unserer Gesellschaft. Wir haben heute das Glück, ein langes Leben leben zu dürfen - das bedeutet aber auch, dass wir länger leistungsfähig sind und mit 60 noch lange nicht zum alten Eisen gehören. Leistungsbereitschaft bis ins hohe Alter ist eine positive Eigenschaft - das muss in unserer Gesellschaft erst verankert werden. Ein Umdenken ist auch im Bereich der öffentlichen Verwaltung notwendig. Gefragt sind mehr Effizienz und weniger Bürokratie, um die geplante Reduktion der Beamtenzahlen auch wirklich umsetzbar zu machen. Die Zeit des Handelns ist gekommen.





