Unternehmerin, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes

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03.05.2012

U-Bahn-Ausbau vorantreiben

In den letzten 34 Jahren ist es gelungen, in Wien ein absolut herzeigbares U Bahnnetz aufzubauen. Der öffentliche Verkehr in der Stadt hat damit wesentlich an Attraktivität gewonnen und erweist sich für viele Bewohner wie auch für Pendler als annehmbare Alternative zum eigenen Pkw. Die Investitionen dafür waren freilich enorm. In Summe sind bis heute acht Milliarden Euro in den U-Bahn-Ausbau geflossen. Diese Investitionen werden von den Wiener Unternehmen über die „U-Bahn-Steuer” wesentlich mitfinanziert. Allein im heurigen Jahren werden die Unternehmen laut Gemeinderatsbeschluss 69 Millionen Euro dafür zu bezahlen haben. Wie das Wiener U-Bahnnetz in Zukunft noch weiter ausgebaut werden kann, ist allerdings umstritten. Vor kurzem hat die Stadt Wien die „U-Bahn-Steuer” fast verdreifacht – es ist daher nur verständlich, dass die Wirtschaft bei der künftigen Ausbauplanung stärker mitreden will. Dies betrifft beispielsweise die Verlängerung der U1 vom Reumannplatz nach Süden. Beschlossen wurde eine Linienführung zur Therme Wien in Oberlaa – eine Endstation, die sich für das Abfangen von Pendlerströmen aus Niederösterreich über eine Park&Ride- Anlage keinesfalls eignet.

Zukunftsorientierter Vorschlag
Angesichts der derzeit unklaren Entwicklungsmöglichkeiten in Rothneusiedl ist die Führung bis Oberlaa zwar nachvollziehbar, für eine langfristige Stadtentwicklung muss allerdings eine Trassenführung Richtung Rothneusiedl weiterverfolgt werden. Denn sobald dort die Stadtentwicklung konkreter ist, muss alles vorbereitet sein, um diese Gebiete mit einer leistungsfähigen U-Bahn aufzuschließen und mittels Park&Ride eine Schnittstelle für den regionalen Verkehr zu schaffen. Auch bei der gänzlich noch fehlenden U-Bahnlinie U5 ist es nun endlich an der Zeit, konkrete Planungen aufzunehmen. Seit Jahrzehnten werden immer wieder unterschiedliche Streckenverläufe diskutiert und verworfen. Ich habe daher einen neuen, zukunftsorientierten Vorschlag auf den Tisch gelegt, wie der Nordwesten Wiens mit den innerstädtischen Grätzeln und Einkaufsstraßen und dem Stadtentwicklungsgebiet am Hauptbahnhof Wien verbunden werden kann. Mit der Herstellung dieser noch fehlenden Achse im hochrangigen öffentlichen Verkehrsnetz Wiens erhalten tausende Unternehmen endlich Zugang zu den unbestreitbaren Vorteilen eines U-Bahn-Anschlusses. Die Zeit ist reif, die nächste Ausbauetappe für Wiens U-Bahn-Netz einzuläuten und wichtige Lücken zu schließen.

Karl Dworak - 4. Mai, 08:24

U-Bahn, Straßenbahn & Co.

Ein Kilometer U-Bahn kostet ca. 100 Mio. Euro. Damit lassen sich 5 km Straßenbahnlinie samt Umgestaltung der Oberfläche finanzieren (siehe Frankreich Fußgängerzonen in Einkaufsstraßen mit Tram - diese gab es auch in Wien z.B. in der Meidlinger Hauptstraße). Ein Kilometer U-Bahn beim Stadion kostete etwa 225 Mio. €. Die Wiedererrichtung des 13ers würde samt Fuhrpark und Umgestaltungen der Oberfläche (Fußgängerzonen in Einkaufsstraßen und Belebung) etwa mehr als die Hälfte dieser Summe kosten.

Der Shopper will die Geschäfte sehen, dazu ist die Tram bestens geeignet. Bei der U-Bahn besteht die Gefahr, dass die Leute einsteigen und in die Shoppingzenter fahren.

Setzt sich die WKW eigentlich für die Lückenschließung des S-Bahn-Rings in Wien ein z.B. mit einer Station in Oberlaa?


Vieleicht machen sich Ihre Berater einmal mit der Publikation: "Die Städte der Zukunft" von Harald Jahn vertraut? Dort wird die Entwicklung in Frankreich beschrieben.

Unterstützen sollte auch die WKW die Einführung der Mobilitätskarte.
Karl Dworak - 4. Mai, 08:26

Leistungsfährigkeit der Straßenbahn

Bis etwa zum Ende der 1950er Jahre transportierten die Wiener Offis ohne U-Bahn!! etwa genau so viele Passagiere wie fast gegenwärtig mit U-Bahn!
Fritz Huber - 8. Mai, 11:25

U4 bis Auhof verlängern!

Wenn die Stadt endlich die U4 von Hütteldorf bis nach Auhof zur Autobahnabfahrt verlängern würde, dort ein riesen Parkhaus hinstellt, gäbe es sicherlich um einge tausend Autos tagsüber weniger in Wien. Das kostet nicht viel (man kann von Hütteldorf oberirdisch die Strecke dort hinziehen).
Aber irgendwie wird der Westen Wiens seit Jahren vom Rathaus als Stiefkind behandelt. Muss wohl an der falschen Berzirkspartei liegen ...