Unternehmerin, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes

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18.10.2012

Budget auf richtigem Pfad

Mit dem diese Woche vorgelegten Haushaltsplan hat die Finanzministerin die richtigen Weichen für unsere Zukunft gestellt. Trotz eines teils schwierigen ökonomischen Umfelds auf EU-Ebene, wird es gelingen, das Budget zu konsolidieren, unsere Verschuldung zu senken und gleichzeitig Mittel für notwendige Investitionen bereitzustellen. Österreich wird auch in den kommenden Jahren den Wachstums- und Stabilitätspfad beschreiten. Es wäre aber zu kurz gegriffen, würde man den präsentierten Haushaltsplan bloß auf die reinen Zahlen reduzieren. Vielmehr stecken dahinter wichtige Schwerpunktsetzungen, von denen Unternehmer und ihre Beschäftigten künftig direkt profitieren. Etwa im Bereich der Bildung, der die Fachkräfte von morgen an die Anforderungen des Wirtschafs- und Arbeitslebens heranführen soll, dabei aber in den vergangenen Jahren zu wenig Fortschritte gemacht hat.

Finanzierung innovativer Geschäftsideen
Umso erfreulicher, dass trotz knapper Mittel mit acht Milliarden Euro im kommenden Jahr mehr Geld in unser Schulsystem fließt als in den Vorjahren. Zugute kommen werden die Gelder vorrangig der Sprachförderung, dem Ausbau der Ganztagsschulen und der Lehre mit Matura, die von immer mehr jungen Menschen in Anspruch genommen wird. Ebenfalls aufgestockt wird der finanzielle Einsatz im Forschungsbereich, um die innovative Kraft der österreichischen F&E-Einrichtungen als Impulsgeber sicherzustellen. Zusätzliche wirtschaftliche Impulse bringen der Jungunternehmerfonds sowie der komplett neue Business Angel Fonds, der gemeinsam mit privaten Investoren dynamischen Gründern Risikokapital zur Verfügung stellen soll. Denn für Jungunternehmer ist die Finanzierung innovativer Geschäftsideen oft eine unüberwindbare Herausforderung.

Mutige und nachhaltige Schritte
Parallel zum von der Finanzministerin eingeschlagenen Konsolidierungsweg aber nicht auf die längst fälligen Reformen vergessen werden. Zu lange wird bereits über Änderungen im Pensionssystem gesprochen, das allein im laufenden Jahr 18 Milliarden Euro kostet – Tendenz steigend. Gleiches gilt für den Gesundheitsbereich und immer wieder für die Verwaltung. Ohne mutige und nachhaltige Schritte wird das Budget in einigen Jahren erneut stark unter Druck kommen und werden schmerzhafte Einschnitte notwendig werden. Die Wirtschaft ist jedenfalls bereit, mit Vorschlägen und Ideen einen Beitrag zur raschen Umsetzung von Reformen zu leisten.