Unternehmerin, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes

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Bildung

22.04.2010

Unsere Jugend braucht mehr Unternehmergeist

Im Staate Österreich ist etwas faul. Weniger als 50 Prozent der Jugendlichen assoziieren mit dem Begriff Unternehmertum etwas Positives – so das Ergebnis einer aktuellen Studie. Eindeutig Negatives verbinden zwar nur 17 Prozent der befragten jungen Menschen mit dem Begriff, aber wo der eine Wert zu niedrig ist, da ist der andere zu hoch.Es sind die Wirtschaftstreibenden, die Verantwortung und Risiko auf sich nehmen, um etwas aufzubauen. Sie schaffen Arbeitsplätze und bieten Perspektiven. Gedankt wird es ihnen wenig. Selbst Unternehmer zu werden erscheint vielen der jungen Befragten keine Option zu sein. Das sagt leider einiges über das derzeit herrschende gesellschaftliche Klima aus. Und doch kann dieser Einstellung entgegengewirkt werden.

Österreichischer Unternehmerführerschein ist Best-Practice-Modell
Die Wirtschaftskammer bietet in Zusammenarbeit mit den Schulen Jugendlichen zum Beispiel die Möglichkeit, JUNIOR-Unternehmer zu werden. Ein Angebot, das von den teilnehmenden Schülern sehr positiv bewertet wird. Das Spitzenprodukt, das die Wirtschaftskammer entwickelt hat, ist der sogenannte Unternehmerführerschein. Er vermittelt AHS-Schülern Basiswissen über Volks- und Betriebswirtschaft, Unternehmensführung, den Wirtschaftskreislauf, die Funktion des Geldes und die Kreditwirtschaft bis hin zu Fragen der EU und der Weltwirtschaft. Innerhalb von sechs Jahren haben über 500 Schüler den Kurs erfolgreich absolviert. Nachdem die EU-Kommission den österreichischen Unternehmerführerschein zum Best-Practice-Modell erklärt hat, wurde dieses Modell auch in anderen Ländern übernommen. Deutschland, Frankreich, Tschechien, Äthiopien und Mali waren Umsetzer der ersten Stunde, während in Österreich bis jetzt nur rund ein Drittel aller AHS an dem Programm teilnimmt.

Fit für das Leben machen
Damit ist das grundlegende Problem umrissen. So lange die Schulen Unternehmertum und Wirtschaftsleben ihren Schülern nicht wirklich nahe bringen, so lange werden „harte Arbeit“ und „Risikofreude“ (zwei Begriffe, die Jugendliche mit Unternehmern assoziieren) in Österreich weiterhin kritisch betrachtet werden. Es ist an der Zeit, dass die Schulen sich ihrer Aufgabe besinnen, junge Menschen fit für das Leben zu machen. Auch für das Leben als Unternehmer.

25.09.2008

Theorie und Praxis

Was für den Wirtschaftsstandort Wien gilt, gilt für den Bildungsstandort Wien im besonderen Maße: Die Rahmenbedingungen entscheidenden darüber, wie attraktiv, konkurrenzfähig und erfolgreich das Endergebnis ist. Wien profitiert als Bundeshauptstadt von einem breiten Angebot an Bildungseinrichtung – doch wie sehr profitiert die Wirtschaft davon? Wie wirtschaftsnah ist die Ausbildung wirklich? Und haben wir die richtigen Bildungsangebote, um unsere Marktposition in einer globalen Wirtschaft, die wesentlich durch die Verfügbarkeit von best qualifizierten und hoch produktiven Mitarbeitern begründet ist, zu verteidigen?

Seit 1994 stehen uns mit Einführung des Fachhochschulstudiengesetzes und der Errichtung zahlreicher Fachhochschulen praxisnahe Ausbildungseinrichtungen auf akademischer Ebene zu Verfügung. Sie verlangen von den Studierenden Disziplin und bieten ihnen eine Nähe zu Wissenschaft und zu Arbeitswelt gleichermaßen. 14 Jahre nach ihrem Start haben sich die Fachhochschulen im Bildungsbereich fix etabliert, und in der Wirtschaft arbeiten tausende Absolventen unterschiedlichster Studiengänge.

fhwienlogoDie Unternehmen beurteilen die Leistungen der Fachhochschulen durchwegs positiv. Das sagt eine aktuelle Studie. 88 Prozent der befragten Unternehmen sind demnach mit dem Angebot zufrieden bzw. sehr zufrieden. Besonders positiv werden dabei die Anzahl der Einrichtungen und die Nachfrageorientierung der Fachhochschulen bewertet. Die besten Noten im österreichweiten Vergleich bekommt im Übrigen ein Studiengang der Wirtschaftskammer Wien – nämlich Finanz-, Rechnungs- und Steuerwesen. Bei rund 1500 befragten Unternehmen erreichte er die Note 1,9 (Schulnotenprinzip) und hat sich in der Meinung der Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr (Note 2,3) sogar deutlich verbessert.

Dass offenbar auch die Wirtschaft den Fachhochschulen Wirtschaftsnähe attestiert, lässt sich an dem raschen Berufseinstieg der Absolventen ablesen – wie eine andere Studie deutlich zeigt. Demnach hat rund die Hälfte der FH-Absolventen sich noch vor ihrem Abschluss einen Arbeitsplatz gesichert – häufig bei den Firmen, bei denen die Pflichtpraktika absolviert wurden. Unternehmer rechnen dieser Studie zufolge oftmals die Praktika als Probezeit an, schätzen die Praxisnähe der Ausbildung und die Teamfähigkeit der Mitarbeiter. An der Rückmeldung der Wirtschaftstreibenden erkennt man, wie wichtig Investitionen in die Bildung sind. Noch wichtiger ist es allerdings, dabei eine wirtschaftsnahe Ausbildung zu forcieren, denn die Wirtschaft braucht Fachkräfte, die für das Arbeiten in der Wirtschaft bestmöglich vorbereitet sind.

FHWien-Studiengänge der WKW
l Fachhochschulrat

25.08.2008

Wien exportiert Tourismus-Know-How

Wären Tourismuskompetenz und Gastfreundlichkeit olympische Disziplinen, wäre den Österreichern jedenfalls Gold sicher! Dass die heimischen Touristiker und Gastronomen zur absoluten Weltspitze gehören, verdanken wir vor allem den Tourismusschulen Modul der Wirtschaftskammer Wien, die seit 100 Jahren für höchste Qualität und Praxisnähe in der Lehre stehen und heute weltweit zu den führenden Ausbildungszentren für Hotellerie und Tourismus zählen. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Derzeit sind über 6000 Absolventen in aller Welt in leitender Position tätig.

Als besondere Auszeichnung gilt die mittlerweile traditionelle Betreuung des Österreich-Hauses durch Modul bei den olympischen Spielen. Auch in Peking sorgen unsere Schüler gemeinsam mit Studenten der Beijing Business School für den perfekten Service der österreichischen Olympioniken und hochrangigen Gäste. Die angehenden Tourismusfachkräfte profitieren dabei von einer einzigartigen Ausbildungskooperation, bei der wir unsere weltberühmte Kompetenz im Fremdenverkehr erfolgreich exportieren und Wiens ausgezeichneten Ruf als Tourismuszentrum weiter stärken: 2006 gestartet, bekommen jährlich rund 30 chinesische Schüler die Möglichkeit, einen nach internationalen Kriterien konzipierten Hotel- und Tourismuslehrgang an der Pekinger Eliteschule zu besuchen. Konzept und Umsetzung stammen aus der Feder unserer Modul-Experten, die sich im Zuge der Bewerbung gegenüber Top-Ausbildungsstätten aus der Schweiz, Frankreich und England behaupten konnten. Teil der Kooperation ist die Schulung chinesischer Lehrkräfte in Wien und Peking sowie die Organisation begehrter Praktikumsplätze – wie etwa anlässlich Olympia.

Und der Erfolgszug des Modul geht weiter: Neben einer ägyptischen Ausbildungsstätte interessiert sich auch die Moskauer Handelskammer für das Kooperationskonzept. Damit rückt der nächste Olympia-Auftritt in greifbare Nähe. Und wieder werden unsere Modul-Schüler und –Absolventen zu den heimlichen Siegern gehören und Wiens Kompetenz im Tourismusbereich vor einem internationalen Publikum eindrucksvoll unterstreichen!

17.04.2008

Die besten Köpfe

Ein wesentlicher Grund für die erfolgreiche Wirtschaftsentwicklung der letzten Jahre liegt im hohen Ausbildungsstandard unserer Unternehmer und ihrer Mitarbeiter. Diesen Vorteil gilt es heute mehr denn je zu stärken und zu festigen. Eine aktuelle Umfrage von Boston Consulting unter 5000 Führungskräften bestätigt dies: Der Zugang zu den besten Köpfen wird der entscheidende Faktor für wirtschaftlichen Erfolg in der Zukunft.

Dies hat die Wiener Wirtschaft vor mehr als 150 Jahren erkannt und die ersten privaten Handelsakademien und -schulen gegründet. Heute betreiben wir mit dem WIFI Wien - das jährlich rund 60.000 Kursteilnehmer zählt - die größte Erwachsenenbildungseinrichtung. Acht FHWien-Studiengänge der WKW, die Werbe Akademie, unsere Tourismusschulen Modul, die MODUL University Vienna, das Hernstein Institut für Management und Leadership oder das WIFI Managementforum unterstreichen erfolgreich unsere Zielsetzung.

Das gute österreichische Facharbeiterausbildungssystem mit der dualen Lehre und der Ruf unserer Wirtschaftskammer-Bildungseinrichtungen ist mittlerweile weit über die Grenzen Wiens und Österreichs gedrungen. Mit den Modul Tourismus Schulen ist es gelungen, unser Know-how nach China in die Bejing Business School zu transferieren - eine Bestätigung unserer strengen Qualitätsmaßstäbe. Nunmehr haben wir auch mit der Industrie- und Handelskammer Moskau ein Bildungsabkommen geschlossen. Und wieder stehen die Modul Tourismusschulen im Zentrum des Interesses. Wir exportieren damit nicht nur Know-how, wir knüpfen so auch ein eigenes Netzwerk. Wenn in Bejing wie auch in Moskau nach unseren Vorgaben gelehrt wird, machen wir Generationen künftiger Unternehmer und Unternehmerinnen mit Wien und Österreich vertraut. Wir legen damit einen Grundstein für gemeinsame Wirtschaftsbeziehungen. Bildung wird auf diese Weise zu vertrauensbildenden und einem verbindenden Element rund um den Globus und damit zu einer Investition in die Zukunft unserer Wirtschaft.

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Foto: Michael Spahn

13.03.2008

Ausbildungszentren sind kein Allheilmittel

Bildung ist unser höchstes Gut und eine qualitätsvolle Ausbildung ist unerlässlich: Für unsere Jugend um ihnen Chancen im Leben zu eröffnen, aber auch für die Wirtschaft - denn ein hohes Bildungsniveau zählt zu den wichtigsten Standortkriterien im internationalen Wettbewerb. Die Wiener Wirtschaft ist gut aufgestellt und die Wiener Betriebe tragen einen wesentlichen Teil zur Ausbildung bei, wie der aktuelle Höchststand an Lehrplätzen zeigt.

Dennoch finden Jahr für Jahr viele Pflichtschulabgänger - aus unterschiedlichen Gründen - keinen Ausbildungsplatz in der Wirtschaft. Dass für diese Gruppe ein Angebot geschaffen werden muss, steht außer Streit und Frage. Die Einrichtung Überbetrieblicher Ausbildungszentren kann hier aber nicht das Allheilmittel sein, weil diese Medizin unerwünschte Nebenwirkungen haben kann.

Ich setze mich daher dafür ein, dass der Bedarf der Wiener Wirtschaft das wichtigste Kriterium in der Lehrlingsausbildung darstellt. Sowohl in die Auswahl der Berufe als auch in die Zahl der Überbetrieblichen Ausbildungsplätze müssen Wiener Wirtschaftstreibende Einfluss üben können. Um die Drop-Out-Rate weitgehend zu minimieren und gleichzeitig sicher zu stellen, dass Jugendliche das richtige Ausbildungsprogramm absolvieren, sind umfassende Berufsorientierung und unabhängige Eignungsverfahren unerlässlich. Außerdem sollten lernstarke Jugendliche nur dann einem Überbetrieblichen Ausbildungszentrum zugewiesen werden, wenn es für den angestrebten Beruf einen Fachkräftemangel ohne ausreichendes betriebliches Lehrstellenangebot gibt.

Besonders wichtig ist mir, dass für die Jugend Anreize geschaffen werden, damit diese sich für betriebliche Lehrstellen qualifizieren und bewerben. Für nicht ausbildungsreife Jugendliche sind andere Maßnahmen wie etwa Berufsorientierung, Coachings und Hauptschulabschluss vorzuschalten.

Vor allem aber müssen Mittel in die Förderung von Lehrbetrieben und deren Rahmenbedingungen investiert werden - um noch mehr Jugendlichen eine ebenso qualitätsvolle wie wirtschafts- und lebensnahe Ausbildung bieten zu können. Das ist dann tatsächlich eine Investition in die Zukunft unserer Jugend, aber auch in die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Wien.

31.01.2008

Lust auf Wirtschaft machen

Heute ist es unverzichtbar, dass Jugendliche schon frühzeitig Verständnis und Wissen rund um das Thema Wirtschaft und Unternehmertum erfahren. Es ist daher klar, dass hier vor allem bei den Lehrern angesetzt werden muss. Sie sollen selbst Lust auf Wirtschaft bekommen, Interesse bei den Schülern wecken und sie mit dem für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben notwendigen Rüstzeug ausstatten.
Dieses Ziel erreicht die Wirtschaftskammer Wien gemeinsam mit der Pädagogischen Hochschule Wien nun durch die Einführung eines neuen wirtschaftlichen Wahlfaches in der Pflichtschullehrer-Ausbildung. Mit diesem werden den angehenden Lehrern neben betriebswirtschaftlichem Wissen auch unternehmerische Zusammenhänge vermittelt, die sie später ihren Schülern näher bringen sollen. Kernelement des Wahlfaches, mit dem eine unserer langjährigen Forderungen nach mehr Wirtschaftsbezug in der Ausbildung erfüllt wird, ist ein Betriebspraktikum, um selbst die unternehmerische Seite des Arbeitslebens kennen zu lernen und besser zu verstehen.
Bisher konnten sich die Lehrer im Rahmen von Fortbildungskursen wirtschaftliche Kenntnisse aneignen. Mit dem neuen Wahlfach wird es nun möglich sein, sich bereits während der Ausbildung direkt und intensiv mit dem Thema Wirtschaft und Unternehmertum auseinanderzusetzen.
Unser Ziel heißt deshalb, aus dem Wahlfach in absehbarer Zeit ein für alle angehenden Pädagogen – also auch für Lehrer an Höheren Schulen und AHS-Unterstufen – verpflichtendes Modul zu machen. Entsprechend der Verpflichtung Österreichs in den Aktionsrichtlinien von Lissabon, mehr Wirtschaftsbildung in den Schulen umzusetzen.

06.12.2007

Mehr Raum für neues Denken

Wissen ist Macht, besonders in einer wissensbasierten Gesellschaft wie der unseren. Wir sprechen von Wissensarbeitern, von Creative Clustern und davon, wie Wissenschaft und Wirtschaft einander befruchten und ergänzen können. Dieser Wissenstransfer ist daher eines der Kernelemente der Wirtschaftskammer Wien, der in diesem Jahr seinen vorläufigen Höhepunkt erreicht hat. Erst vor wenigen Monaten haben wir auf dem Kahlenberg mit der Modul University Vienna die erste Privatuniversität der Wirtschaftskammer eröffnet.

Parallel zur Entwicklung der Modul University wurde aber auch am Ausbau und der Entwicklung unseres bestehenden Bildungsangebotes gearbeitet. Am Währinger Gürtel konnten wir diese Woche nach 20 Monaten Bauzeit den WKO campus wien offiziell eröffnen, der WIFI Wien, die FHWien-Studiengänge der WKW, die Werbeakademie und das Berufsinformationszentrum der Wiener Wirtschaft nunmehr vereint. Das großzügig erweiterte Bildungszentrum bietet auf 63.000 Quadratmetern Nettonutzfläche ein noch nie da gewesenes Angebot an akademischen Studiengängen, Seminaren und Kursen unter einem Dach. Schon bisher setzten jedes Jahr rund 70.000 Menschen auf die über 5000 Kurse, Seminare oder Trainings des WIFI Wien für ihre berufliche oder persönliche Weiterbildung. Weitere 2400 Studenten besuchen jedes Jahr die FHWien-Studiengänge der WK Wien, Österreichs führendem Anbieter von Fachhochschul-Studiengängen. Damit erwerben etwa zehn Prozent der österreichischen FH-Studenten ihren Titel in einem der acht FHWien-Studiengänge.

Das praxisorientierte Ausbildungsangebot, wie es nunmehr am WKO campus wien vereint ist, ist beispielgebend im internationalen Vergleich. Der WKO campus am Gürtel ist nicht nur eine Top-Adresse für qualifizierte Aus- und Weiterbildung, sondern wird auch die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Wien nachhaltig und positiv beeinflussen.

Campusfotos

05.11.2007

MODUL UNIVERSITY VIENNA - Private University

Ende Oktober habe ich das neu errichtete Bildungs- und Forschungszentrum MODUL UNIVERSITY VIENNA - Private University der Wirtschaftskammer Wien am Kahlenberg offiziell eröffnet. Darauf bin ich sehr stolz, denn eine Universität zu gründen ist ein aufwändiges und anspruchsvolles Unterfangen und bedarf des positiven Zusammenwirkens vieler engagierter Menschen.

Die MU startet mit einem in Österreich erstmals durchgängigen Tourismusstudium, welches nationalen und internationalen Studenten eine Ausbildung auf höchstem akademischen Niveau ermöglicht. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil des Bildungsprogramms der Wirtschaftskammer Wien und setzt einen neuen Schwerpunkt. Studenten aus aller Welt profitieren von unserer hohen Tourismuskompetenz und werden so zu Botschaftern Wiens.
Am Kahlenberg gibt es ein eigenes Forschungszentrum. Schwerpunkt der Forschung sind Zukunftsthemen wie nachhaltige Entwicklung oder Umweltschutz im Tourismus, die dann wirtschaftsrelevant aufbereitet werden. Das finde ich sehr wichtig.

Neben dem Tourismusstudium werden auch die Studiengänge Public Governance und New Media Technology gelehrt. Der Beginn dieser beiden Studiengänge ist für den Herbst nächsten Jahres geplant. Gerade im Hinblick auf die Vielzahl der in Wien tätigen internationalen Einrichtungen und Organisationen gewinnt ein übergreifendes Studium auf dem Gebiet der öffentlichen Verwaltung große Bedeutung.

EroeffMUV1 Feierliche Schlüsselübergabe an den neuen Hausherrn der Privatuniversität: Prof. Dr. Karl Wöber
Foto: Doris Kucera

EroeffMUBei der feierlichen Eröffnung waren hochkarätige Gäste wie Scheich Mohammed Bin Issa Al Jaber, WKÖ-Präsident Christoph Leitl, Wiens Bürgermeister Michael Häupl, Walter Nettig (ehem. WKW-Präsident) und Wissenschaftsminister Johannes Hahn zugegen. Foto: Doris Kucera

BlickMUVexpBlick von der Terrasse
Foto: WKW

GebaeudeMUVexpDie ersten Studenten haben die Uni in Besitz genommen
Foto: WKW

24.10.2007

Ausbildung für und mit Zukunft

"Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen“ - dieser Satz von US-Präsident Franklin gilt heute wie damals. Gut ausgebildete Mitarbeiter, Forschung und Entwicklung sichern den Standort und generieren Wachstum. Der Wirtschaftskammer Wien war und ist Bildung daher seit Anbeginn ein zentrales Anliegen. Das ist ein Auftrag, dem wir nachkommen, den wir leben.

Mit der Eröffnung der MODUL University Vienna, der ersten Privatuniversität der Wiener Wirtschaftskammer, setzen wir auf dem Kahlenberg ein Zeichen. Diese Universität, die im Sinne des Wortes "Top of Vienna" ist, ist eine Universität von Format und mit Zukunft und die konsequente Fortsetzung von 150 Jahren Aus- und Fortbildungstradition der WK Wien.

Wissen ist Macht, vor allem in einer wissensbasierten Gesellschaft wie der unseren. Wir sprechen von Wissensarbeitern und Creative Clustern, davon wie Wissenschaft und Wirtschaft einander befruchten und ergänzen. Dieser Wissenstransfer von der Universität zur Praxis ist eines der Kernelemente der MODUL University Vienna. Es sind die Forschungs- und Studienaufträge, die von Seiten der Wirtschaft an die Universität herangetragen werden, die für den notwendigen Praxisbezug sorgen, dafür, dass Forschung und Lehre stets auf dem neuesten Stand bleiben. Und es ist das hervorragende universitäre Umfeld in Wien, an dem sich die MODUL University Vienna von Anbeginn an zu messen und zu orientieren haben wird. Unser Ziel ist daher, innerhalb der kommenden Jahre zu den führenden Privatuniversitäten Europas zu zählen.

Obwohl die MODUL University Vienna der bisherige Höhepunkt im Bildungsangebot der WK Wien ist, werden wir uns auch in der Zukunft der Aus- und Fortbildung widmen. Denn Bildung ist wie Schwimmen gegen den Strom: Wer sich nicht mit aller Kraft vorwärts bewegt, bleibt zurück.

12.07.2007

ImmobiliengeneralistInnen

Seit dem Jahr 2001 besteht die Möglichkeit mit dem FHWien - Studiengang Immobilienwirtschaft der WK Wien eine umfassende, fächerübergreifende Ausbildung im Immobilienbereich auf akademischem Niveau zu absolvieren. Für mich - da ich selbst aus dieser Branche komme - ein großartiges Angebot, dessen Verwirklichung ich immer stark vorangetrieben habe. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass das Berufsbild des Immobilientreuhänders schon immer sehr anspruchsvoll war und die wissenschaftlich fundierte Ausbildung diesen Anforderungen nunmehr Rechnung trägt.

Allen diesjährigen Absolventen herzlichen Glückwunsch zur Sponsion.

Im Rahmen der Sponsion war es mir auch eine besondere Ehre, drei verdiente Lektoren - Dr. Winfried Kallinger, Dr. Anton Hopfgartner und Dr. Christian Böhm - in Anerkennung ihrer Leistungen zu Dozenten ernennen zu dürfen.

Grußworte von KommR B. Jank
KR B. Jank bei der Sponsionsfeier des FHWien-Studiengangs Immobilien-
wirtschaft im Juli 2007, Foto: unifoto.at