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    <title>Brigitte Jank Weblog : Rubrik:Interviews</title>
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    <dc:publisher>Brigitte Jank</dc:publisher>
    <dc:creator>Brigitte Jank</dc:creator>
    <dc:date>2008-09-24T07:50:52Z</dc:date>
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    <title>Brigitte Jank Weblog</title>
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    <title><![CDATA["Wiener Betriebe brauchen bessere Infrastruktur"]]></title>
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    <description><![CDATA[Interview mit dem <a href="http://www.wirtschaftsblatt.at/">WirtschaftsBlatt</a> vom 15.09.2008<br />
<br />
<i>Sollten Betriebe nicht entlastet werden, droht der Standort Wien entscheidend an Attraktivit&auml;t zu verlieren, meint Wirtschaftskammer Wien-Pr&auml;sidentin Brigitte Jank.</i><br />
<br />
<br />
<b>Der Wirtschaftsstandort Wien ist einer der dynamischsten Wirtschaftsr&auml;ume in Europa. Wo sehen Sie seine St&auml;rken und wo Herausforderungen?</b> <br />
<i>Jank:</i> Wien hat  viele St&auml;rken: hervorragende, von der Wirtschaft ausgebildete Fachkr&auml;fte, einige 100 universit&auml;re und au&szlig;eruniversit&auml;re Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen und ein hohes Ma&szlig; an Lebensqualit&auml;t und Sicherheit. Wir sind mittel- und osteurop&auml;ischer Hub und k&ouml;nnen unsere historisch gewachsene Ostkompetenz  ausgezeichnet wirtschaftlich umsetzten. Ein beschr&auml;nktes Fl&auml;chenangebot und die hohen Energie- und Rohstoffpreise sind derzeit allerdings eine gro&szlig;e Herausforderung f&uuml;r Wiener Betriebe.<br />
<br />
<b>Welche Sofortma&szlig;nahmen k&ouml;nnen Sie sich da konkret f&uuml;r Unternehmen seitens der Regierung vorstellen?</b><br />
<i>Jank:</i> Die Unternehmen brauchen eine Entlastung, um einen finanziellen Spielraum f&uuml;r Investitionen zu haben. Ich habe deshalb in einem 20 Punkteprogramm die Erwartungen an die Politik formuliert. Die Einkommenssteuerreform zur Entlastung der Klein- und Mittelst&auml;ndischen Unternehmen (KMU) ist &uuml;berf&auml;llig. Mit den vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmen w&auml;re eine j&auml;hrliche Entlastung der Wiener Betriebe von 513 Mio. Euro rasch umsetzbar. Der B&uuml;rokratieabbau br&auml;chte weitere 250 Mio. Euro an Einsparungen. <br />
<br />
<b>Wie wichtig sind diese Forderungen f&uuml;r die Wiener Betriebe?</b><br />
<i>Jank:</i> 17 Prozent der Wiener Industrieunternehmen haben in den vergangenen Jahren Betriebsteile vom Standort Wien an andere Standorte innerhalb oder au&szlig;erhalb &Ouml;sterreichs verlagert. Als h&auml;ufigste Gr&uuml;nde werden genannt: Geringe Lohn- und Personalkosten, Expansion, Harmonisierung und Zusammenf&uuml;hrung von Betriebsteilen und eine Verbesserung der Infrastruktur bzw. der Verkehrsanbindung. Um das Gleichgewicht an gro&szlig;en, mittleren und kleinen Unternehmen, das f&uuml;r unser Wirtschaftssystem wesentlich ist, zu erhalten, m&uuml;ssen unsere Forderungen ernst genommen werden. <br />
<br />
<b>Der Standort &Ouml;sterreich und im Speziellen der Standort Wien verliert also entscheidend an Attraktivit&auml;t?</b><br />
<i>Jank:</i> Das wird passieren, wenn unsere Forderungen nicht raschest m&ouml;glich umgesetzt werden. Damit der Wirtschaftsstandort Wien attraktiv bleibt, m&uuml;ssen die Unternehmen einerseits finanziell entlastet und andererseits die allgemeinen Rahmenbedingungen verbessert werden. Etwa auch durch die Ausweitung des Innovationschecks f&uuml;r Kooperationen mit &ouml;ffentlichen Forschungseinrichtungen oder durch ein nachhaltiges Betriebsfl&auml;chenkonzept oder den Ausbau der Verkehrsinfrastruktur. <br />
<br />
<br />
<img title="" height="300" alt="wirtblatt_jank1" width="186" align="left" class="left" src="http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/wirtblatt_jank1.jpg" />WIENER KRAFT<br />
<br />
Wien sieht sich gerne als internationaler Wirtschaftsstandort. Die Industriellenvereinigung beispielsweise bedauert einen gewissen Provinzialismus Wiens und meint, Wien und &Ouml;sterreich m&uuml;ssen aufgrund ihrer Lage und Intelligenz die Arme weit f&uuml;r ausl&auml;ndische Fachkr&auml;fte ausbreiten.<br />
Auf die WirtschaftsBlatt-Frage, ob die mitteleurop&auml;ische Metropole gen&uuml;gend weltoffen sei, antwortete WKW-Pr&auml;sidentin Brigitte Jank, dass Wien zu den zehn meistgefragten Wirtschaftsstandorten in Europa geh&ouml;re. "Wir sind also f&uuml;r internationale Investoren &auml;u&szlig;erst interessant." Andererseits k&ouml;nne man sich auch ansehen, "welche Kraft von Wien ausgeht: Wiener Betriebe expandieren massiv in den CEE-Raum und erreichen teilweise auch Marktf&uuml;hrerschaft. Ohne Weltoffenheit w&auml;re beides nicht zu schaffen."<br />
<i>Foto:</i> Peroutka, Foltin<br />
<br />
<br />
<b>Ein f&uuml;r die Wirtschaft wichtiges Thema ist ja auch die Infrastruktur &#8211; speziell die Bahninfrastruktur. Alles gleichzeitig bauen wird vermutlich nicht gehen. Wo ist f&uuml;r Sie der dringendste Handlungsbedarf? </b><br />
<i>Jank:</i> Das Wichtigste ist, der Wirtschaft leistungsstarke Terminals zur Verf&uuml;gung zu stellen. Die heutigen Signale gehen aber in eine andere Richtung: der Terminal Wien Nordwest soll wegen einem Immobilienprojekt aufgelassen werden, ohne dass ein entsprechender Ersatz in greifbarer N&auml;he w&auml;re. Daher fordern wir konkrete &Uuml;berlegungen hinsichtlich eines neuen Terminals nord&ouml;stlich von Wien. Daf&uuml;r m&uuml;ssten aber sehr rasch geeignete Fl&auml;chen gesichert werden. Und auch im S&uuml;den wartet die Wirtschaft l&auml;ngst auf konkrete Taten &#8211; Stichwort Terminal Inzersdorf. <br />
<br />
<b>Wie stehen Sie zum Ausbau der russischen Breitspur nach Wien? </b><br />
<i>Jank:</i> F&uuml;r den Wirtschaftsstandort Wien kann das eine interessante Option sein. Ob es wirtschaftlich sinnvoll ist, m&uuml;ssen aber erst entsprechende Studien ergeben. Offenbar gibt es von russischer Seite her ein besonderes Interesse an dem Projekt und schon allein deswegen sollten wir diese Ideen ernsthaft pr&uuml;fen. <br />
<br />
<b>Hat das Twin City-Konzept Wien-Bratislava durch den Zuschlag des Europ&auml;ischen Technologie- und Innovationszentrums (EIT) f&uuml;r Budapest einen schweren R&uuml;ckschlag erhalten? </b><br />
<i>Jank:</i> Das EIT h&auml;tte gut zum Forschungszentrum Wien gepasst, aber man soll den Zuschlag an Budapest nicht &uuml;berbewerten. Es muss aber Ansporn sein, das Stadterweiterungsgebiet Aspern als Wiener F &amp; E- Standort z&uuml;gig zu entwickeln.<br />
<br />
<b>Sie haben am Beginn gesagt, wie sehr sich die Wiener Unternehmen mit den hohen Energiekosten plagen. Au&szlig;er Forderungen an die k&uuml;nftige Regierung: Was kann hier die Wirtschaftskammer Wien f&uuml;r die Unternehmen selbst tun?</b><br />
<i>Jank:</i> Die billigste Energie ist die, die nicht verbraucht wird. Als Wirtschaftskammer Wien setzten wir deshalb verst&auml;rkt auf Energieeinsparungs- und  Effizienzpotenziale in den Betrieben und f&ouml;rdern die Beratungskosten daf&uuml;r zu 75 Prozent. Neben einer fundierten Analyse der Ist-Situation erhalten die Unternehmen konkrete Verbesserungsvorschl&auml;ge. Die Forderung nach mehr Wettbewerb bei den Energieanbietern bleibt unvermindert aufrecht.<br />
<br />
<a href="http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/WirtschaftsBlatt.jpg"><img title="" height="16" alt="WirtschaftsBlatt" width="100" align="left" class="left" src="http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/WirtschaftsBlatt_small.jpg" /></a>Das Interview f&uuml;hrte<br />
FRANZ GANSRIGLER]]></description>
    <dc:creator>Brigitte Jank</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://www.brigittejank.at/weblog/topics/Interviews&quot;&gt;Interviews&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Brigitte Jank</dc:rights>
    <dc:date>2008-09-18T08:07:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.brigittejank.at/weblog/stories/29568/">
    <title><![CDATA["Wiener Wirtschaft am Puls der Zeit"]]></title>
    <link>http://www.brigittejank.at/weblog/stories/29568/</link>
    <description><![CDATA[Interview mit dem Magazin <a href="http://www.format.at/">FORMAT</a>, erschienen in der Ausgabe 33 l 08 vom 14.08.2008<br />
<br />
<i>Brigitte Jank, Pr&auml;sidentin der Wirtschaftskammer Wien, &uuml;ber den Innovationsstandort Wien, den Innovationspreis "Mercur" sowie Beratung und F&ouml;rderung f&uuml;r innovative Unternehmen.</i><br />
<br />
<b>Format</b>: Frau Pr&auml;sidentin, welchen Stellenwert hat der Faktor Innovation am<br />
Wirtschaftsstandort Wien?<br />
<b>Jank</b>: Einen zentralen &#8211; wenn Sie Innovation als echte, umfassende Neuerung begreifen. Die Wiener Wirtschaft hat sich in den letzten 20 Jahren in weiten Bereichen grundlegend erneuert. Wobei bei diesem Prozess auch noch andere Faktoren eine wesentliche Rolle spielen.<br />
<br />
<b>Format</b>: Um welche handelt es sich dabei?<br />
<b>Jank</b>: Essenziell f&uuml;r das Fortkommen der Wiener Wirtschaft sind neben der St&auml;rkung der Innovationskraft das Aufrechterhalten und die Weiterentwicklung von Qualit&auml;t sowie das F&ouml;rdern der Kreativit&auml;t.<br />
<br />
<b>Format</b>: Wie sehen Sie die Position des Standorts unter dieser Pr&auml;misse?<br />
<b>Jank</b>: Alle drei Faktoren sind sehr stark ausgepr&auml;gt. Wien bietet bestqualifizierte Fachkr&auml;fte und ist ein Zentrum der Creative Industries. Wir haben zudem ein sehr innovationsfreundliches Klima. Mit einer Forschungs- und Entwicklungsquote von 3,13 Prozent liegen wir jetzt schon &uuml;ber den Vorgaben des Barcelona-Ziels. In Wien arbeiten rund 35.000 Menschen in der Forschung, 40 Prozent der &ouml;sterreichischen Forschungsausgaben werden in Wien get&auml;tigt. Wir sind hier auch im internationalen Vergleich sehr gut positioniert.<br />
<br />
<b>Format</b>: Was kann die Wirtschaftskammer dazu beitragen, dass diese Rahmenbedingungen den Wiener Unternehmen auch konkret zugute kommen?<br />
<b>Jank</b>: Wir informieren und beraten Unternehmen &uuml;ber Kooperationsm&ouml;glichkeiten mit universit&auml;ren und au&szlig;eruniversit&auml;ren Forschungseinrichtungen, wir unterst&uuml;tzen sie bei der Kontaktanbahnung, wir begleiten sie bei dem Prozess, diese vorhandenen Kr&auml;fte und Ressourcen voll zu aktivieren und damit ihre Marktchancen zu nutzen und zu verbessern.<br />
<br />
<b>Format</b>: Sind die Voraussetzungen daf&uuml;r in den Betrieben &uuml;berhaupt vorhanden?<br />
<b>Jank</b>: Der Erfindergeist an sich ist eine wichtige Eigenschaft und bei unseren Unternehmen sehr stark ausgepr&auml;gt. Aber, und da sprechen Sie ein Problem an, beim &Uuml;bergang von der Idee zur Umsetzung bis zum professionellen Markteintritt gibt es gerade f&uuml;r die kleineren Unternehmen oft Schwierigkeiten. Wir unterst&uuml;tzen sie dabei, die wirtschaftlichen M&ouml;glichkeiten, die sich aus ihren Ideen ergeben, tats&auml;chlich zu realisieren.<br />
<br />
<img title="" height="294" alt="Jank_FORMAT1" width="150" align="left" class="left" src="http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/Jank_FORMAT1.jpg" /><br />
<b>Format</b>: Mit Ihrem Innovationspreis, dem Mercur, zeichnen Sie genau solche marktf&auml;higen Innovationsprojekte aus. Was bringt dieser Preis den Unternehmen?<br />
<b>Jank</b>: Mit dem Mercur, den wir seit mehr als 20 Jahren vergeben, w&uuml;rdigen wir hervorragende Wiener Unternehmen und bieten ihnen die<br />
M&ouml;glichkeit, sich einem breiteren Publikum zu pr&auml;sentieren, ihre Leistungen bekannter zu machen. In dieser Hinsicht ist der Mercur ein Marketinginstrument. Bisher haben 800 Unternehmen aus Wien teilgenommen. Viele von ihnen reichen immer wieder ein &#8211; das zeigt, dass es dort eine kontinuierliche Innovationskraft gibt, dass sich in diesen Unternehmen eine Innovationskultur etabliert hat. Forschungs- und Entwicklungsaktivit&auml;ten sollen keine einmalige Angelegenheit sein. Nur wo permanent Innovationen geschaffen werden, bleibt die Wirtschaft am Puls der Zeit.<br />
<br />
<br />
<b>Format</b>: Und der Mercur unterst&uuml;tzt diesen Prozess?<br />
<b>Jank</b>: Auf jeden Fall. Dass der Mercur dabei Sch&uuml;tzenhilfe leisten und die Entwicklung eines Unternehmens weiter treiben kann, beweist das Beispiel Bender Med Systems. Das Unternehmen hat 2000 erstmals und seither immer wieder den Mercur gewonnen &#8211; zuletzt mit einem diagnostischen System zum Nachweis von Adipositas. Aus einem Spin-off hervorgegangen, besch&auml;ftigt Bender mittlerweile am Standort Wien sehr gute Mitarbeiter aus aller Welt und ist global t&auml;tig.<br />
<br />
<b>Format</b>: Beim Mercur selbst gibt es heuer ja auch einige Innovationen.<br />
<b>Jank</b>: Auch wir m&uuml;ssen auf die sich &auml;ndernden Umst&auml;nde und Herausforderungen reagieren. Mit dem Mercur 2008 decken wir ein breiteres Spektrum als bisher ab. Neben den drei Kategorien Innovationen allgemein, Kreativit&auml;t und Jungunternehmer gibt es drei weitere Sonderpreise, den Feminnova f&uuml;r innovative Unternehmerinnen, einen Preis f&uuml;r besonders erfolgreiche Kooperationen sowie den Econovius f&uuml;r Projekte von kleinen Unternehmen.<br />
<br />
<b>Format</b>: Wie wichtig ist der Netzwerkgedanke f&uuml;r die Innovationskraft?<br />
<b>Jank</b>: Der Mercur ist in dieser Hinsicht durchaus eine Leistungsschau, bei der nicht nur die Gewinner und Einreicher vertreten sind, sondern auch alle fr&uuml;heren Preistr&auml;ger. Es bietet sich nicht nur die Chance, sein Produkt einem spezifisch interessierten Publikum zu pr&auml;sentieren, sondern auch Kontakte zu kn&uuml;pfen und Kooperationen zu initiieren.<br />
<br />
<b>Format</b>: Wie sieht es mit der Kooperation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft in Wien aus?<br />
<b>Jank</b>: Einerseits vergeben und unterst&uuml;tzten wir selbst Forschungsauftr&auml;ge f&uuml;r die Wirtschaft, andererseits wollen wir das enorme Know how, das an den Universit&auml;ten erarbeitet wird, bestm&ouml;glich in die Wirtschaft hineinbringen. Was dort geleistet wird, darf nicht nur in Publikationen enden. Da ist noch viel zu tun, weil die Sprache der Forscher und Wissenschaftler oft nicht die Sprache der Wirtschaft ist. Als Wirtschaftskammer sind wir da in einer gewissen Weise als &Uuml;bersetzer t&auml;tig. Das wird ein Schwerpunkt unserer Arbeit der n&auml;chsten Jahre.<br />
<br />
<b>Format</b>: Gibt es bei der Innovationsf&ouml;rderung im Allgemeinen aus Sicht der Wirtschaft Verbesserungsbedarf?<br />
<b>Jank</b>: Die konkrete F&ouml;rderungsabwicklung ist f&uuml;r kleine Unternehmen sehr schwierig und aufwendig und viele verzichten daher oft nicht nur auf die F&ouml;rderung, sondern gleich auf das ganze Projekt. Daher mein Appell an alle F&ouml;rdereinrichtungen, den Zugang leichter zu machen. Etwa indem man in einer ersten Runde, die wenig Zeit kostet, kl&auml;rt, ob ein Projekt grunds&auml;tzlich f&ouml;rderw&uuml;rdig ist und erst in einem zweiten Schritt in die detaillierten F&ouml;rderbedingungen einsteigt.<br />
<br />
<a href="http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/FORMAT2.jpg"><img title="" height="25" alt="FORMAT2" width="100" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/FORMAT2.jpg',208,53);return false;" class="left" src="http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/FORMAT2_small.jpg" /></a><i>Interview:</i> Michael Schmid, <i>Foto:</i> Martin Vukovits<br />
Ich danke f&uuml;r die freundliche Genehmigung zur Ver&ouml;ffentlichung.]]></description>
    <dc:creator>Brigitte Jank</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://www.brigittejank.at/weblog/topics/Interviews&quot;&gt;Interviews&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Brigitte Jank</dc:rights>
    <dc:date>2008-08-18T08:45:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://www.brigittejank.at/weblog/stories/28158/">
    <title><![CDATA[Global handeln, lokal siegen]]></title>
    <link>http://www.brigittejank.at/weblog/stories/28158/</link>
    <description><![CDATA[Interview mit dem Magazin <a href="http://www.heute-live.at">LIVE</a>, Ausgabe 22/08 vom 20.06.2008<br />
<br />
<i>Als engagierte Fighterin f&uuml;r den Standort Wien ist Brigitte Jank vielen gro&szlig;en und kleinen Unternehmen ein Begriff. Jetzt sagt die Pr&auml;sidentin der Wiener Wirtschaftskammer, wie die Stadt konkurrenzf&auml;hig bleiben soll. Denn der Wettstreit um die besten K&ouml;pfe und Konzerne wird h&auml;rter in Europa. <br />
</i><br />
<br />
<b>Wien hat sich in den vergangenen Jahren trotz aufkommender Konkurrenz durch osteurop&auml;ische Metropolen einen guten Namen als Ost-West-Drehscheibe Europas erarbeitet. Wo sehen Sie die Wiener Wirtschaft im internationalen Vergleich?</b><br />
Auf jeden Fall weit oben. Wiener Unternehmen sind in vielen Bereichen Weltmarktf&uuml;hrer, vor allem in Nischenbereichen, die von gro&szlig;en Unternehmen nicht abgedeckt werden. Wir bieten hohe Qualit&auml;t und wir sind kreativ. Das ist ein Muss, um uns in einer globalen Wirtschaft durchzusetzen. Nicht der Gro&szlig;e frisst den Kleinen, sondern der Schnellere den Langsameren. Wir m&uuml;ssen uns also schneller als die Mitbewerber entwickeln, um uns zu behaupten, und das k&ouml;nnen wir eigentlich ganz gut.<br />
<br />
<b>Trotzdem hat vor Kurzem das amerikanische IT-Unternehmen IBM angek&uuml;ndigt, sein CEE-Hauptquartier aus Wien abzuziehen. Ist das eine Niederlage f&uuml;r den ganzen Wirtschaftsstandort oder gar ein Vorbote f&uuml;r weitere Abwanderungen?</b><br />
Wegen einer Abwanderung st&uuml;rzt die Welt nicht ein, aber wir m&uuml;ssen nat&uuml;rlich &uuml;berlegen, ob wir genug tun, um solche Unternehmen in Wien zu halten. Wir m&uuml;ssen &uuml;berlegen, ob wir in manchen Punkten etwas optimieren oder verbessern k&ouml;nnen. Da ist auch die Politik gefragt.<br />
<br />
<b>Man muss also die Entscheidung von IBM hinterfragen, um sich selbst als Wirtschaftsstandort zu verbessern?</b><br />
Genau. Nur so k&ouml;nnen wir sehen, welche Gr&uuml;nde es f&uuml;r die Abwanderung gegeben hat. Nur so sieht man, welche Schw&auml;chen wir in Zukunft schw&auml;chen und welche St&auml;rken wir st&auml;rken m&uuml;ssen.<br />
<br />
<b>IBM geht mit seiner CEE-Zentrale nun nach Prag. Auch andere St&auml;dte in Wiens Nachbarschaft wie Budapest oder Bratislava machen der &ouml;sterreichischen Hauptstadt das Leben als Wirtschaftsstandort schwer. Wie kann man sich gegen&uuml;ber dieser Konkurrenz r&uuml;sten und wettbewerbsf&auml;hig bleiben?</b><br />
Konkurrenz ist immer Ansporn, um selbst besser zu werden. Davor d&uuml;rfen wir uns nicht f&uuml;rchten. Ganz im Gegenteil: Gerade mit Bratislava haben wir eine sehr enge Kooperation. Wir haben uns hier in den vergangenen Jahren ganz auf die Entwicklung eines gemeinsamen Wirtschaftsraumes konzentriert. Was die Schw&auml;chen der einen Stadt sind, sind die Vorteile der anderen. Wir tauschen Kontakte aus, helfen und erg&auml;nzen uns in vielen Punkten. So sind wir gemeinsam st&auml;rker und n&uuml;tzen die Chancen aus der Konkurrenzsituation.<br />
<br />
<b>Wie kann diese Kooperation mit Bratislava noch besser werden?</b><br />
Wir haben nun zumindest eine durchgehende Stra&szlig;enverbindung, aber das kann noch nicht alles sein. Wirtschaft hat sich immer an Verkehrsadern entwickelt, und da brauchen wir neue und bessere Verbindungen. Nicht nur Richtung Bratislava, sondern generell. Jahrelang ist nichts passiert und wichtige Projekte, die wir bereits jetzt brauchen w&uuml;rden, kommen fr&uuml;hestens 2015 oder sp&auml;ter. Das kann man jetzt nur noch bedauern, aber nicht mehr aufholen. Viel wichtiger ist, dass Infrastrukturausbauten, die bereits am Tisch liegen, nicht mehr verschoben werden. Alles was jetzt geplant ist, muss man auch umsetzen. Und zwar so rasch wie m&ouml;glich. Der Flughafen Schwechat ist beispielsweise eine der wenigen <br />
europ&auml;ischen Ost-West-Drehscheiben und wird das nur mit kr&auml;ftigen Investitionen auch bleiben.<br />
<br />
<b>Was entscheidet, abgesehen von den Verkehrsanbindungen, &uuml;ber einen attraktiven Wirtschaftsstandort?</b><br />
Das Ringen um qualifizierte Fachkr&auml;fte. Das ist sicher der Kampf der Zukunft, und nur wer da die Nase vorne hat, wird auch weiter wachsen. Firmen sind schlie&szlig;lich nur so gut wie ihre Mitarbeiter. Wien ist eine gro&szlig;e Universit&auml;tsstadt und punktet deshalb bei der Verf&uuml;gbarkeit hochqualifizierter Mitarbeiter.<br />
<br />
<b>Ist auch Lebensqualit&auml;t f&uuml;r das Wachstum eines Wirtschaftsstandortes wichtig?</b><br />
Selbstverst&auml;ndlich. Gute Ausbildungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r Kinder, Sicherheit und das Freizeitangebot einer Stadt sind sehr, sehr wichtige Punkte. Aber auch in dem Bereich mache ich mir keine Sorgen, da ist Wien in einer herausragenden Position. Da bef&uuml;rchte ich auch nicht, dass uns dieser Rang bald abgelaufen werden k&ouml;nnte. Immerhin gilt Wien &#8211; nach Z&uuml;rich &#8211; als lebenswerteste Stadt der Welt. Das sagt schon einiges aus.<br />
<b><br />
Der Wirtschaftsstandort Wien endet l&auml;ngst nicht mehr bei den Stadtgrenzen, sondern geht in das Umland hinaus. Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Nieder&ouml;sterreich?</b><br />
Das Wachstum im sogenannten Speckg&uuml;rtel ist vor allem ein Wiener Wachstum. Es sind gro&szlig;teils Wiener Firmen, die hier nicht mehr gen&uuml;gend Platz haben und daher nach Nieder&ouml;sterreich gehen. Deshalb m&uuml;ssen beide Bundesl&auml;nder kooperieren. Wir brauchen ein gemeinsames Verkehrskonzept, aber auch einen gemeinsamen Fl&auml;chenwidmungsplan. Da gibt es sicher noch Verbesserungspotenzial, aber nur  so kann die gesamte Region nachhaltig wachsen.<br />
<br />
<b>Kommen wir abschlie&szlig;end zur Fu&szlig;ball-Europameisterschaft. Was bringt der Gro&szlig;event f&uuml;r die heimische Wirtschaft?</b><br />
Wir profitieren unter anderem von den vorgezogenen Investitionen in die Infrastruktur. Konkret meine ich hier beispielsweise die U2-Verl&auml;ngerung. Den gr&ouml;&szlig;ten Vorteil sehe ich aber in der Medienpr&auml;senz. Die TV-&Uuml;bertragungen der Spiele erreichen weltweit Milliarden Haushalte. Ich hoffe, dass es gelingt, uns nachhaltig als attraktiven Wirtschaftsstandort zu empfehlen.<br />
<a href="http://www.heute-live.at"><br />
<img title="" height="36" alt="logo_live" width="50" align="left" class="left" src="http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/logo_live.png" /></a><i>Das Interview f&uuml;hrten J&uuml;rgen Zacharias und Andreas Dressler. Ich danke der FF Zeitschriftenverlags GmbH f&uuml;r die Genehmigung zur Ver&ouml;ffentlichung. </i>]]></description>
    <dc:creator>Brigitte Jank</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://www.brigittejank.at/weblog/topics/Interviews&quot;&gt;Interviews&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Brigitte Jank</dc:rights>
    <dc:date>2008-06-25T10:33:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.brigittejank.at/weblog/stories/25594/">
    <title><![CDATA[Interview: "Wien - Standort mit Qualitäten"]]></title>
    <link>http://www.brigittejank.at/weblog/stories/25594/</link>
    <description><![CDATA[<b><i>Die Wiener Wirtschaftskammerpr&auml;sidentin Brigitte Jank &uuml;ber Erfolgsfaktoren des Unternehmensstandorts Wien sowie ihre Info- und Kommunikationsoffensive.</i></b><br />
<br />
<br />
FORMAT: Frau Pr&auml;sidentin, wie sch&auml;tzen Sie als oberste Repr&auml;sentantin der Wiener Wirtschaft die Standortqualit&auml;t der Bundeshauptstadt ein?<br />
JANK: Wien ist ein hervorragender Wirtschaftsstandort und bietet Unternehmen eine sehr gute Infrastruktur sowie ein unternehmerfreundliches Klima. Die Gr&uuml;nde daf&uuml;r sind vielf&auml;ltig: Einerseits liegen sie in der Verf&uuml;gbarkeit gut ausgebildeter und einsatzbereiter Fachkr&auml;fte. So hat Wien mit neun Universit&auml;ten und f&uuml;nf Fachhochschulen im &ouml;sterreichischen Vergleich die Nase vorne. In Wien gibt es 800 Forschungseinrichtungen, j&auml;hrlich werden hier zwei Milliarden Euro f&uuml;r Forschung ausgegeben. <br />
<br />
<br />
<img title="" height="138" alt="Jank_Format2" width="400" src="http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/Jank_Format2.jpg" /><br />
Im Gespr&auml;ch mit den Journalisten Michael Schmid und Birgitt Kohl<br />
<br />
<br />
FORMAT: Das hei&szlig;t, die Standortqualit&auml;t h&auml;lt mit der hohen Lebensqualit&auml;t in Wien mit?<br />
JANK: Die exzellenten Lebensbedingungen, die Wien zu bieten hat, n&uuml;tzen auch dem Wirtschaftsstandort. So haben etwa aufgrund der hohen Lebensqualit&auml;t, Sicherheit und Kaufkraft bereits rund 300 internationale Unternehmen ihre Mittel- und Osteuropa-Zentralen hier in Wien. <br />
<br />
FORMAT: Wie sehen Sie die Situation in Sachen Infrastruktur? <br />
JANK: Die Infrastrukturvorteile dieser Stadt liegen klar auf der Hand: Der Flughafen Wien und der k&uuml;nftige Autobahnring sorgen f&uuml;r optimale Anbindungen. Unser Home-Carrier Austrian Airlines verf&uuml;gt &uuml;ber das dichteste Routennetz in die Region Mittel- und Osteuropa. Und auch die Aktivit&auml;ten wie der Neubau des Hauptbahnhofs, die seitens der &Ouml;BB gesetzt werden, sind wichtige Voraussetzungen f&uuml;r einen optimalen Wirtschaftsstandort. <br />
<br />
FORMAT: Macht sich diese Attraktivit&auml;t auch bei den Unternehmensgr&uuml;ndungen bemerkbar? <br />
JANK: Wir k&ouml;nnen in Wien ein dynamisches Wachstum feststellen. 28 Prozent der &ouml;sterreichischen Start-ups w&auml;hlen Wien als Standort. So wurden 2007 mit rund 8.000 Gr&uuml;ndungen um drei Prozent mehr Unternehmen ins Leben gerufen als noch im Jahr davor. Mit diesen Gr&uuml;ndungen wurden auch 6.000 Arbeitspl&auml;tze geschaffen. <br />
<br />
FORMAT: In welchen Branchen sind die meisten Jungunternehmer vertreten? <br />
JANK: Den st&auml;rksten Anstieg hat es, neben den klassischen Sektoren Gewerbe und Handwerk, in den Bereichen Finanzdienstleistung, Unternehmensberatung, IT, Werbung sowie in den pers&ouml;nlichen Dienstleistungen wie etwa Lebens- und Sozialberatung gegeben. Das ist nat&uuml;rlich erfreulich, allerdings sollte neben Wiens Positionierung als Dienstleistungsmetropole langfristig auch verst&auml;rkt das Zusammenspiel mit den produzierenden Unternehmen gew&auml;hrleistet sein.<br />
<br />
FORMAT: Wie entwickelt sich das Verh&auml;ltnis zwischen weiblichen und m&auml;nnlichen Unternehmern? <br />
JANK: Ganz erfreulich ist, dass der Frauenanteil bei den Wiener Jungunternehmern kontinuierlich steigt. Im Zehnjahresvergleich k&ouml;nnen wir einen Zuwachs von zehn Prozentpunkten bei Gr&uuml;nderinnen verzeichnen. Aktuell haben wir einen H&ouml;chststand von 37,3 Prozent Frauenanteil an den Neugr&uuml;ndungen.<br />
<br />
<img title="" height="273" alt="format1" width="400" src="http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/format1.jpg" /><br />
<br />
FORMAT: Sie haben gerade eine Informationsoffensive unter dem Titel "Weiter kommen" gestartet, um den Mitgliedern das Serviceangebot der <br />
Wirtschaftskammer n&auml;herzubringen. Sie haben dazu auch das Leistungsspektrum neu definiert. Was soll diese Aktion den Mitgliedern bringen?<br />
JANK: Die Wirtschaftskammer Wien (WKW) ist kein Selbstzweck. Wir sind ausschlie&szlig;lich f&uuml;r unsere Mitglieder da. Daher ist es uns wichtig, unsere Dienstleistungen f&uuml;r Unternehmen kontinuierlich zu optimieren. Daf&uuml;r haben wir alle von uns angebotenen Serviceleistungen neu strukturiert und in sechs Leistungsfelder zusammengefasst, die sich nach den unterschiedlichen Bed&uuml;rfnissen unserer Mitglieder richten. <br />
<br />
FORMAT: Aber wozu braucht es eine Kampagne? Die Wirtschaftskammer ist eine bekannte Organisation.<br />
JANK: Mit der Kampagne wollen wir unsere Mitglieder gezielt &uuml;ber das WKW-Servicecenter informieren. Da Unternehmen Kraft der gesetzlichen Regelung Mitglieder der WKW sind, wollen wir Wiener Firmen dazu aufrufen, das breite Leistungspaket auch &ouml;fter in Anspruch zu nehmen. Denn schlie&szlig;lich werden viele unserer Leistungsangebote ohne zus&auml;tzliche Kosten zur Verf&uuml;gung gestellt. <br />
<br />
FORMAT: Netzwerke sind speziell f&uuml;r Jungunternehmer und KMUs wichtig. Wie unterst&uuml;tzt die WKW ihre Mitglieder bei diesen Aktivit&auml;ten?<br />
JANK: Die Wiener Wirtschaftskammer stellt ein breites Spektrum an Netzwerken und Kooperationsm&ouml;glichkeiten bereit, von denen unsere Mitglieder profitieren k&ouml;nnen. Zum Beispiel erm&ouml;glichen wir Kreativen auf unserer Plattform Creativespace den Zugang zu potenziellen Auftraggebern. In unserer Informations- und Kommunikationsoffensive wollen wir daher &#8211; neben den Schwerpunkten Aus- und Weiterbildung sowie Beratung und Unterst&uuml;tzung &#8211; Unternehmen verst&auml;rkt auf die Vorz&uuml;ge des Networking aufmerksam machen. <br />
<br />
FORMAT: Welche Formen der Beratung werden von Wiens Unternehmern am meisten in Anspruch genommen?<br />
JANK: An der Spitze steht die Beratung im Gewerbe-, Arbeits- und Zivilrecht. Kleinere Unternehmen nutzen diese Option leider noch immer viel zu selten. Unsere Kompetenz besteht darin, zu vielf&auml;ltigen Themenbereichen wie etwa zu F&ouml;rderungen oder Export Beratung und Unterst&uuml;tzung anbieten zu k&ouml;nnen. Die Serviceleistungen reichen von telefonischen Ausk&uuml;nften &uuml;ber pers&ouml;nliche Beratung bis hin zur M&ouml;glichkeit der arbeits- und sozialrechtlichen Vertretung. <br />
<br />
FORMAT: Was bietet die WKW im Aus- und Weiterbildungsbereich?<br />
JANK: Ein breit gef&auml;chertes Leistungsangebot: Das Wifi, die gr&ouml;&szlig;te private Bildungseinrichtung, das Hernstein Institut f&uuml;r Management und Leadership sowie die Business Schools in Wien oder auch acht Fachhochschulstudieng&auml;nge und die Modul University Vienna. J&auml;hrlich nutzen rund 70.000 Menschen die Erwachsenenbildungsangebote der WKW. <br />
<br />
FORMT: Welche Impulse kann die Wiener Wirtschaft vom anstehenden Gro&szlig;event EURO 2008 erwarten?<br />
JANK: Das Megaereignis EURO 2008 sollte als eine gro&szlig;e Chance f&uuml;r Wien <br />
betrachtet werden. Unserer Stadt wird durch einen solchen Gro&szlig;event die M&ouml;glichkeit geboten, ihre Freundlichkeit, ihre Tourismusqualit&auml;ten sowie ihre Wirtschaftskompetenz und ihren Stellenwert in Europa einem Milliardenpublikum zu transportieren. Wenn uns das gelingen sollte, wird ein langfristiger Gewinn f&uuml;r Wien und die Wiener Wirtschaft zustande kommen.<br />
<br />
<a href="http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/FORMAT.jpg"><img title="" height="25" alt="FORMAT" width="100" align="left" onclick="javascript:openPopup('http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/FORMAT.jpg',208,53);return false;" class="left" src="http://www.brigittejank.at/weblog/static/jankblog/images/FORMAT_small.jpg" /></a> <i>Interview:</i> Birgitt Kohl,<br />
Michael Schmid<br />
<br />
Das Interview erschien am 28. M&auml;rz 2008 im Wochenmagazin "<a href="http://www.format.at/">FORMAT</a>" (NR. 13). Ich danke f&uuml;r die freundliche Genehmigung zur Ver&ouml;ffentlichung.]]></description>
    <dc:creator>Brigitte Jank</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://www.brigittejank.at/weblog/topics/Interviews&quot;&gt;Interviews&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Brigitte Jank</dc:rights>
    <dc:date>2008-04-28T09:53:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.brigittejank.at/weblog/stories/21130/">
    <title><![CDATA[Interview mit dem "WirtschaftsBlatt"]]></title>
    <link>http://www.brigittejank.at/weblog/stories/21130/</link>
    <description><![CDATA[<i><b>"Globale Ausrichtung ist k&uuml;nftig wesentlich"</b></i><br />
<br />
&gt;F&uuml;r eine globale Ausrichtung der Wiener Wirtschaft pl&auml;diert WK Wien-Pr&auml;sidentin Brigitte Jank im Exklusiv-Interview mit dem <a href="http://www.wirtschaftsblatt.at">WirtschaftsBlatt</a>. Das sei so wesentlich wie die bisherige Osteuropa-Orientierung.&lt;<br />
<br />
<br />
<b>WirtschaftsBlatt:</b> <i>Wie f&auml;llt Ihre Bilanz f&uuml;r das Jahr 2007 aus?</i><br />
<b>Brigitte Jank:</b> Das vergangene Jahr ist f&uuml;r die Wiener Wirtschaft sehr positiv verlaufen. Vor allem die Exportwirtschaft, die Bauwirtschaft und das Baunebengewerbe k&ouml;nnen sehr zufrieden sein. Auch der Handel hat vom starken Endspurt im Weihnachtsgesch&auml;ft profitiert. Dabei hat sich gezeigt, dass sich die Kaufkraft nicht nur auf den klassischen Handel, sondern auch auf den Dienstleistungssektor verteilt.<br />
<br />
<b>WirtschaftsBlatt:</b> <i>Werden bei den &Ouml;ffnungszeiten, die heuer die M&ouml;glichkeit bieten, von 66 auf 72 Wochenstunden auszuweiten, substantielle Ver&auml;nderungen notwendig sein?</i><br />
<b>Brigitte Jank:</b> Mit der neuen Regelung erhalten die Kaufleute einen Handlungsspielraum, um die Verkaufszeiten optimal an die W&uuml;nsche der Kunden anzupassen. Schon vor Inkrafttreten der neuen Regelung haben wir aber festgestellt, dass die bisher erlaubten 66 Stunden vom Handel grossteils nicht voll ausgen&uuml;tzt worden sind. Ich gehe daher davon aus, dass es keine signifikanten &Auml;nderungen geben wird. Im neuen Jahr haben vor allem der Lebensmittelhandel und die Einkaufszentren ihre &Ouml;ffnungszeiten angepasst. Letztendlich bestimmt aber der Konsument die &Ouml;ffnungszeiten.<br />
<br />
<b>WirtschaftsBlatt:</b> <i>Wo liegen wirtschaftliche Pobleme f&uuml;r Wiens Untenehmer?</i><br />
<b>Brigitte Jank:</b> In Wien gibt es mehr als 8000 Neugr&uuml;ndungen pro Jahr. In der Aufbauphase, wo die wirtschaftliche Leistung oftmals noch nicht ausgepr&auml;gt genug ist, sind begleitende Beratungen sinnvoll. Auf der anderen Seite kommen viele Unternehmen in die &Uuml;bergabephase. Mit der Abschaffung der Erbschaftssteuer wurde sichergestellt, dass die betriebliche Substanz und das Eigenkapital nicht mehr geschm&auml;lert werden. Dar&uuml;ber hinaus bieten wir als Wirtschaftskammer Wien ein breites Service-Angebot f&uuml;r Unternehmer, die Betriebe &uuml;bernehmen wollen.<br />
<br />
<b>WirtschaftsBlatt:</b> <i>Wie zufrieden sind Ihre Mitglieder mit den Leistungen der Wirtschaftskammer?</i><br />
<b>Brigitte Jank:</b> Dar&uuml;ber werten wir gerade eine Studie aus. Erste Ergebnisse zeigen, dass wir uns bei der Zufriedenheit der Mitglieder sowohl in der Wahrnehmung als auch in der Beurteilung in eine sehr positive Richtung bewegen. In den vergangenen Jahren haben wir den Kontakt zu unseren Mitgliedern stark intensiviert - etwa auch im Rahmen des mobilen Info-Services. Das verst&auml;rken wir heuer mit einer neuen Kommunikationsoffensive.<br />
<br />
<b>WirtschaftsBlatt:</b> <i>Wie stehts um Ihre Forderungen an die Politik?</i><br />
<b>Brigitte Jank:</b> Wir haben viel gefordert und viel erreicht: beispielsweise die freiwillige Arbeitslosenversicherung f&uuml;r Unternehmer ab 1.1.2009, die Selbstst&auml;ndigenvorsorge nach dem Modell der &#8222;Abfertigung Neu" seit dem 1.1. dieses Jahres oder die Senkung der Beitragss&auml;tze in der Krankenzusatzversicherung. Eine weitere Forderung der Wirtschaftskammer, die erf&uuml;llt wurde, ist die bereits erw&auml;hnte Abschaffung der Erbschaftssteuer per 31.7.2008. Davon sind in Wien allein 12.000 KMU betroffen, die in den n&auml;chsten Jahren vor der &Uuml;bergabe stehen. Offen ist die steuerliche Gleichstellung der Unternehmer mit den Unselbstst&auml;ndigen analog einem 13./14. Monatsgehalt. Massnahmen braucht es auch noch beim Thema Frau-Beruf-Familie, oftmals wurde ein optimales Verh&auml;ltnis zwischen Arbeit, Familienleben und Kindererziehung noch nicht gefunden.<br />
Sehr positiv bewerte ich auf europ&auml;ischer Ebene, dass das von mir heftig kritisierte Reverse Charge Modell der EU von der Agenda der EU-Kommission vorl&auml;ufig abgesetzt wurde. &Ouml;sterreich darf nicht zum Versuchskaninchen f&uuml;r das neue Steuer-Betrugsbek&auml;mpfungssystem werden, f&uuml;r das es &uuml;berhaupt noch keine Erfahrungswerte gibt. Beim angedachten Modell einer Reverse Charge soll die Steuerschuld an das Ende der Lieferkette verlagert werden, die betrugsanf&auml;llige Vorsteuer-Erstattung entf&auml;llt. Ein Probelauf h&auml;tte die Wiener Unternehmer weit &uuml;ber 100 Millionen Euro gekostet - aufgrund von Anpassungen der EDV-Programme, zus&auml;tzlicher Steuerberatungskosten und neuer Erfassung der Lieferantenstruktur. Klar muss sein, dass Betrugsbek&auml;mpfung notwendig ist. Aber ob die vorgeschlagenen Mittel treffsicher sind, kann man meiner Meinung nach nicht mit einem Feldversuch in einem einzelnen Land erproben, sondern sollte zuerst in Simulationsverfahren durchgespielt werden.<br />
<br />
<b>WirtschaftsBlatt:</b> <i>Die Wiener Wirtschaft blickt immer deutlicher &uuml;ber Osteuropa hinaus in den Mittleren Osten etwa, wie eine WKW-Reise nach Dubai zeigte. Wird jetzt Osteuropa beziehungsweise die Region Wien-Bratislava nachgereiht?</i><br />
<b>Brigitte Jank:</b> Wien hat nicht nur die Verpflichtung, seine Ostkompetenz zu erhalten, sondern wir sehen unsere k&uuml;nftigen Chancen auch darin, Drehscheibe f&uuml;r die aufstrebenden Wirtschaften der Ostl&auml;nder nach dem Westen zu werden. Dazu brauchen wir noch viele begleitende Massnahmen, etwa im Infrastrukturbereich. Der Ausbau von Strasse, Schiene und Donau ist rasch voranzutreiben. Dar&uuml;berhinaus ist f&uuml;r die Wiener Wirtschaft eine globale Ausrichtung gleichermassen wesentlich. Wir haben daher in Begleitung einer Delegation von 20 Wiener Unternehmen bei dieser Reise erste, sehr erfolgreiche Kooperationsgespr&auml;che gef&uuml;hrt. Derartige Wirtschaftsmissionen organisieren wir auch in die nahen M&auml;rkte, wie etwa vor einigen Monaten nach Rum&auml;nien.<br />
<br />
<b>WirtschaftsBlatt:</b> <i>Was ist f&uuml;r eine erfolgreiche Betriebsasiedlungspolitik in Wien notwendig?</i><br />
<b>Brigitte Jank:</b> Wir bereiten zur Zeit ein Betriebsfl&auml;chenkonzept vor. Der Stadtentwicklungsplan (STEP) der Gemeinde Wien ist der &uuml;bergeordnete Rahmen, uns geht es aber um das Detail. Bestehende Betriebsgebiete sind zu &#8222;branden" und f&uuml;r Investoren sichtbar zu machen. Es geht um die rasche und umfassende Information f&uuml;r Unternehmen auf Standortsuche. Wir denken an eine Plattform, mit allen relevanten Infos wie Standortvorteile, Verkehrsanbindungen, Widmungen, Aufschliessung, das Umfeld, m&ouml;gliche Synergien mit bereits bestehenden Unternehmen etcetera. Jedenfalls sprechen wir uns weiterhin gegen Umwidmungen von Betriebsgebieten in Wohngebiet aus. Zudem wird eine Studie pr&auml;sentiert werden, welche Branchen f&uuml;r die Weiterentwicklung des Wirtschaftstandortes Wien wichtig w&auml;ren. Danach soll sich die Vermarktung ausrichten. Es ist bedauerlich, dass die Wirtschaftsuniversit&auml;t und die Technische Universit&auml;t beim Standort Aspern abgewunken haben. Ich appelliere an alle Beteiligten, positiv daran zu arbeiten, dass Aspern jedenfalls ein Wirtschafts- und Forschungsstandort wird.<br />
<br />
<b>WirtschaftsBlatt:</b> <i>Sie wollen Aspern als Wirtschaftsstandort positionieren. F&uuml;r welche Spezialbereiche?</i><br />
<b>Brigitte Jank:</b> Die angesprochene Studie wird uns mehr Aufschluss geben. Aus derzeitiger Sicht k&ouml;nnten es die Bereiche Umwelttechnologie, IKT oder der Automotive Sektor sein, nicht zuletzt wegen der N&auml;he zur Fahrzeugindustrie in der Slowakei.<br />
<br />
<b>WirtschaftsBlatt:</b> <i>Wie steht die Wiener Wirtschaft zur Euro 2008 im Juni? Die Taxler waren eine zeitlang skeptisch.</i><br />
<b>Brigitte Jank:</b> Nach einer j&uuml;ngsten Umfrage sind die Taxiunternehmer gut vorbereitet, auch wenn Beeintr&auml;chtigungen f&uuml;r die Verkehrswirtschaft zu erwarten sind. Es wird an der Zulieferlogistik f&uuml;r die vier Euro-Wochen aber schon jetzt gearbeitet. F&uuml;r den Zu- und Abtransport der G&auml;ste in den Fan-Zonen ist die Generalprobe mit dem Buskonzept im Advent bestens gelungen. Generell bedeutet die EM eine einzigartige Chance f&uuml;r die Wiener Wirtschaft, die die Unternehmer sicherlich bestens n&uuml;tzen werden.<br />
<br />
<br />
<i>Interview:</i> Franz Gansrigler<br />
<br />
Eine gek&uuml;rzte Version erschien am 14. J&auml;nner 2008 in der Printausgabe der Tageszeitung "WirtschaftsBlatt". Ich danke dem Verlag f&uuml;r die freundliche Genehmigung zur Ver&ouml;ffentlichung.]]></description>
    <dc:creator>Brigitte Jank</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://www.brigittejank.at/weblog/topics/Interviews&quot;&gt;Interviews&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2008 Brigitte Jank</dc:rights>
    <dc:date>2008-01-18T14:14:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://www.brigittejank.at/weblog/stories/14258/">
    <title><![CDATA[Interview für "Die Wirtschaft"]]></title>
    <link>http://www.brigittejank.at/weblog/stories/14258/</link>
    <description><![CDATA[<i>Das Interview erschien am 30. August 2007  in der Zeitschrift "Die Wirtschaft".<br />
Vielen Dank dem &Ouml;sterreichischen Wirtschaftsverlag f&uuml;r die freundliche Genehmigung zur Ver&ouml;ffentlichung. </i> <br />
<br />
<br />
<b>Wirtschaftskammer Wien setzt auf Euro 2008                      <br />
&raquo;Profitieren vom gr&ouml;&szlig;ten Sportereignis aller Zeiten&laquo;</b><br />
<br />
Wien bleibt ein hochattraktiver Wirtschaftsstandort, ist Brigitte Jank, Pr&auml;sidentin der Wirtschaftskammer Wien, &uuml;berzeugt. Daf&uuml;r sorgt unter anderen die Vielfalt der Unternehmer: 2006 kamen die rund 8.000 Neugr&uuml;nder in Wien aus 72 verschiedenen Nationen. Von der Euro 2008 erwartet sich Jank eine starke Schubwirkung, Nachholbedarf ortet sie bei der Bereitstellung von Betriebsfl&auml;chen f&uuml;r produzierende Betriebe.  <i>Interview: Harald Hornacek</i><br />
<br />
<br />
DIE WIRTSCHAFT: <b>Der Wirtschaftsstandort Wien ist einer der dynamischsten Wirtschaftsr&auml;ume in Europa. Wo sehen Sie St&auml;rken, wo Herausforderungen f&uuml;r den Wirtschaftsstandort Wien?</b><br />
<br />
BRIGITTE JANK: Wien ist ein attraktiver Wirtschaftsstandort, der sich vor allem durch seine geografische Lage, g&uuml;nstige Unternehmensbesteuerung, hervorragend ausgebildete Fachkr&auml;fte sowie ein hohes Ma&szlig; an Sicherheit und Lebensqualit&auml;t auszeichnet. Wien erf&uuml;llt durch seine N&auml;he zu den M&auml;rkten Mittel- und Osteuropas die Funktion einer zentraleurop&auml;ischen Drehscheibe, und punktet nicht zuletzt durch seine lange Erfahrung im Ostgesch&auml;ft. Internationale Unternehmen sch&auml;tzen aber auch die vergleichsweise geringen Kosten, die eine Niederlassung in Wien mit sich bringt: Die Senkung der K&ouml;rperschaftssteuer hat uns einen enormen Wettbewerbsvorteil beschert, die B&uuml;romieten sind im internationalen Vergleich noch immer gering. Zugleich gilt Wien als Wissens- und Kompetenzzentrum: Unternehmen k&ouml;nnen im Hinblick auf Technologietransfer von der N&auml;he zu Universit&auml;ten und Forschungszentren profitieren, die &uuml;berdies hoch qualifizierte Arbeitnehmer heranbilden. St&auml;rkefelder wie Biotechnologie, Life Science oder Creativindustrie werden k&uuml;nftig noch weiter an Bedeutung gewinnen. Nachholbedarf hat Wien bei der Bereitstellung von Betriebsfl&auml;chen f&uuml;r produzierende Betriebe. Anders als vergleichbare St&auml;dte hat Wien noch immer kein langfristiges Betriebsfl&auml;chenkonzept, das eine strategische Entwicklung der Fl&auml;chenreserven erm&ouml;glicht. Derzeit arbeiten Experten der WKW an einer Internetplattform, in der erstmals alle Betriebs- und Industriefl&auml;chen f&uuml;r an- oder umsiedlungswillige Betriebe &uuml;bersichtlich und klar dargestellt werden sollen.<br />
<br />
<br />
DIE WIRTSCHAFT: <b>Die Euro 2008 wird &Ouml;sterreich hoffentlich einen fu&szlig;ballerischen sicherlich aber einen wirtschaftlichen Erfolg bringen. Wie<br />
k&ouml;nnen Sie als Wirtschaftskammer Wien hierbei die Wiener Betriebe unterst&uuml;tzen? Und welche konkreten Erwartungen haben Sie in Bezug auf die Auswirkungen der Euro 2008?</b><br />
<br />
BRIGITTE JANK: Die Europameisterschaft ist das gr&ouml;&szlig;te Sportereignis, das Wien bisher je gesehen hat. Aus unseren Gespr&auml;chen wissen wir, dass der Vorbereitungsstand der Wiener Unternehmen bereits sehr weit ist. Rund ein Drittel der Wirtschaftstreibenden wollen die EM f&uuml;r ihre Gesch&auml;fte n&uuml;tzen, ein Drittel ist sich diesbez&uuml;glich noch nicht sicher. Und das &uuml;brige Drittel hat kein Interesse an der EM. Wir unterst&uuml;tzen unsere Mitglieder mit einer breit angelegten Informationskampagne, um die Unternehmen auf die komplexe rechtliche Situation, besonders im Hinblick auf die gesch&uuml;tzten Marken, vorzubereiten. Zur Orientierung haben wir bei Prof. Schnedlitz von der WU-Wien eine Marketingstudie speziell f&uuml;r die Euro 2008 ausarbeiten lassen, die unserer lokalen Wirtschaft Wege aufzeigt, wie man vom gro&szlig;en Kuchen profitiert. Dennoch sch&auml;tzen wir die unmittelbaren wirtschaftlichen Effekte realistisch ein. Einige Branchen, wie Gastronomie oder Hotellerie, werden st&auml;rker profitieren. F&uuml;r den Handel, das hat die Erfahrung der Weltmeisterschaft in Berlin gezeigt, wird es schwieriger werden. In jedem Fall erwarten wir uns aber einen enormen Imagegewinn. Wir sind f&uuml;r drei Wochen im Mittelpunkt der Sportberichterstattung, bis zu 7.000 Medienvertreter werden &uuml;ber die Euro berichten und nicht nur &uuml;ber Fu&szlig;ball schreiben. Das ist unsere Chance, Wien als wirtschaftliches Herz Mitteleuropas zu positionieren.<br />
<br />
<br />
DIE WIRTSCHAFT: <b>CREATIVESPACE ist die neue Plattform und das Herzst&uuml;ck einer Initiative, die eine neue Qualit&auml;t der Vernetzung zwischen traditionellen Unternehmen und den Creative Industries etablieren m&ouml;chte. Welche konkreten Ziele verfolgen Sie mit dieser interessanten Initiative?</b><br />
<br />
BRIGITTE JANK: Kern der Plattform sind der Netzwerkgedanke und der Marktplatz. Kreative K&ouml;pfe werden mit etablierten Unternehmen mit dem Anspruch vernetzt, dass beide Seiten profitieren m&uuml;ssen. F&uuml;r Kreative ist unsere Plattform nicht nur das Tor zu den rund 85.000 Wiener Unternehmen, sondern da das Internet an keine Grenzen gebunden ist, auch als internationale Pr&auml;sentationsplattform f&uuml;r Wiener Kreativleistungen zu verstehen. F&uuml;r alle Unternehmer ist www.creativespace.at Zugang zu einer gro&szlig;en Bandbreite an kreativen Leistungen, die sie nicht nur in ihren t&auml;glichen unternehmerischen Bed&uuml;rfnissen unterst&uuml;tzen, sondern auch zur Steigerung ihres Unternehmenserfolgs beitragen k&ouml;nnen. Dieses Bewusstsein wird durch www.creativespace.at gest&auml;rkt, Unternehmen werden zu Kreativkooperationen motiviert.<br />
<br />
<br />
DIE WIRTSCHAFT: <b>Zwei Drittel der Wiener Betriebe sind Kleinst- und Ein- Personen-Unternehmen. Welche speziellen Leistungen erbringen Sie f&uuml;r diese Betriebe? Und wie wollen Sie diese Unternehmen zu mehr Wachstum und damit verbunden zur Aufnahme neuer Mitarbeiter f&uuml;hren? Welche Unterst&uuml;tzungen und F&ouml;rderungen sind daf&uuml;r notwendig?</b><br />
<br />
BRIGITTE JANK: Als starker Partner unterst&uuml;tzt die Wirtschaftskammer Wien die Kleinbetriebe seit jeher mit einem breiten Servicepaket. Dieses Service habe ich heuer durch ein umfassendes 12- Punkte-Forderungs-Programm pr&auml;zisiert, weil mir die sozialen Absicherungen f&uuml;r Kleinstunternehmen ein besonderes Anliegen sind. Darin sind wesentliche Forderungen enthalten, wie beispielweise jene, dass auch kleine Unternehmen endlich in den Genuss der Sechstel-Bestimmung, also einem 13. und 14. Gehalt, kommen. Damit beseitigen wir einen gro&szlig;en Nachteil im Steuerrecht f&uuml;r Unternehmer und schaffen eine Herabsetzung des Spitzensteuersatzes auf weit unter 50 Prozent. Auch die Forderungen nach Schaffung einer Betriebsausfallver- sicherung, die Einrichtung einer freiwilligen Arbeitslosenversicherung und un- befristete Arbeitslosengeldanspr&uuml;che sind in diesem 12-Punkte-Programm enthalten. In Wien haben wir mit der Senkung des Beitragssatz in der Krankenversicherung, sowie mit dem neuen Aufsetzen der Betriebshilfe f&uuml;r Unternehmer in Notsituationen schon einiges erreicht. Das ist aber noch kein Grund f&uuml;r Zufriedenheit. Das 12- Punkte-Forderungs-Programm der Wirtschaftskammer Wien ist unsere interessenpolitische Road-Map, um k&uuml;nftig noch st&auml;rker sozialpolitische Forderungen f&uuml;r Wiener Unternehmen durchzusetzen.<br />
<br />
<br />
DIE WIRTSCHAFT: <b>Die Wiener Wirtschaft ist gepr&auml;gt von Vielfalt &#8211; viele Nationalit&auml;ten sind in dieser Stadt unternehmerisch t&auml;tig. Wie einfach oder schwierig haben Sie es hier als Interessenvertretung, nicht nur sprachliche, sondern vielfach auch kulturelle Distanzen zu &uuml;berbr&uuml;cken?</b><br />
<br />
BRIGITTE JANK: Ethnische Unternehmer sind ein wichtiger Teil der Wirtschaft Wiens. Rund 19.000 Unternehmen k&ouml;nnen als Betriebe mit Migrationshintergrund bezeichnet werden. Alleine im Vorjahr kamen die rund 8.000 Neugr&uuml;nder in Wien aus 72 verschiedenen Nationen. Aus Erfahrung wissen wir, dass sie sich in ihren Bed&uuml;rfnissen und Anspr&uuml;chen nicht von heimischen Unternehmern unterscheiden. Die Gr&uuml;ndungsmotive sind dieselben, auch Problemstellungen des Alltags wie etwa Finanzierungsfragen oder soziale Absicherung sind ident. Die Serviceleistungen der Wirtschaftskammer Wien stehen allen Mitgliedern uneingeschr&auml;nkt zur Verf&uuml;gung: Besondere Aufmerksamkeit und Unterst&uuml;tzung bieten wir aber bei Sprachproblemen oder Verst&auml;ndnisschwierigkeiten mit dem &ouml;sterreichischen Rechtssystem. Studien best&auml;tigen, dass die wirtschaftliche Integration von ethnischen Unternehmen in Wien bisher gut gelungen ist. Der gesellschaftspolitische Aspekt ist aber eine andere Sache. Beste Deutschkenntnisse sind f&uuml;r alle Kinder Grundvoraussetzung f&uuml;r eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt. Die exportoriente Wiener Wirtschaft braucht in Zukunft noch st&auml;rker gut ausgebildete Fachkr&auml;fte mit interkulturellen Kenntnissen und F&auml;higkeiten. Dieses Potenzial, das Menschen mit Migrationshintergrund mitbringen, ist unverzichtbarer Vorteil und muss von der Wirtschaft verst&auml;rkt unterst&uuml;tzt und gen&uuml;tzt werden, die Politik hat f&uuml;r die notwendigen Rahmenbedingungen zu sorgen.<br />
<br />
Danke f&uuml;r das Gespr&auml;ch!]]></description>
    <dc:creator>Brigitte Jank</dc:creator>
    <dc:subject>&lt;a href=&quot;http://www.brigittejank.at/weblog/topics/Interviews&quot;&gt;Interviews&lt;/a&gt;</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Brigitte Jank</dc:rights>
    <dc:date>2007-09-14T08:45:00Z</dc:date>
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