Unternehmerin, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes

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Kleinunternehmer

18.03.2010

Innovation bringt’s – Packen Sie es an!

Die erfolgreiche Entwicklung und Implementierung von Innovationen in den Bereichen Technik, Marketing, Design und Arbeitsorganisation ist heute längst nicht nur ein Thema großer Konzerne. Ganz im Gegenteil. Wie eine aktuelle Studie der Wirtschaftskammer Wien zeigt, sind über 60 Prozent der Wiener Mikrounternehmen innovationsaktiv, bei Betrieben mittlerer Größe sind es sogar 80 Prozent. Diese erfreulichen Zahlen dieser erstmals durchgeführten Untersuchung zeigen deutlich, wie groß die Innovationskraft der Wiener Betriebe ist – über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg. Und es sind diese Innovationen, die zahlreiche Wiener Unternehmen mit ihren Produkten und Dienstleistungen an die Weltspitze geführt, ihre Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem in- und ausländischen Mitbewerb gestärkt und die betriebswirtschaftlichen Ergebnisse verbessert haben.

Innovationstätigkeit stärken
Denn innovative Unternehmen – auch das zeigt die Studie – haben zum überwiegenden Teil höhere Umsätze, sprechen erfolgreich neue Kundengruppen an und erwirtschaften höhere Gewinne. Die Innovationstätigkeit der Wiener Betriebe gilt es daher weiter zu stärken und auch jene Unternehmen zu ermutigen, Innovationen zu entwickeln und umzusetzen, die diese Potenziale für sich noch nicht erkannt haben. Als Wirtschaftskammer Wien bieten wir mit unseren Experten umfassende Unterstützung – insbesondere bei der Inanspruchnahme von Förderinstrumenten, die im Innovationsbereich breit gefächert vorhanden sind und intensiv genutzt werden sollten. Denn die Chancen, die mit Innovationsprozessen einhergehen, sind trotz oft knapper finanzieller und personeller Ressourcen bestmöglich zu nutzen. Potenzial hat jedes Unternehmen.

Betriebe brauchen Impulse
Selbstverständlich ist es auch notwendig, die Rahmenbedingungen für die Entwicklung neuer Ideen und Projekte sowie für die Vernetzung der gewerblichen Wirtschaft mit Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen weiter zu verbessern. So gilt es, mit einem neuen Anreizsystem die Kooperationshäufigkeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft zu steigern und die Fortführung des Innovationsschecks, von dem wichtige Impulse ausgehen, sicherzustellen. Diese Impulse brauchen unsere Betriebe heute und in der Zukunft.

30.04.2008

Betriebe stärken, Bürokratie abbauen

Kleine Betriebe mit bis zu fünf Mitarbeitern stellen die überwiegende Mehrheit der Unternehmen – in Europa, in Österreich und in Wien. Sie sind unverzichtbarer Bestandteil unseres Wirtschaftssystems, sichern Arbeitsplätze und leisten einen wichtigen Beitrag zur Jugendausbildung. Ihre Betriebsgröße und die damit verbundenen Strukturen erfordern aber besondere Rahmenbedingungen, um diese Betriebe im Wettbewerb nicht zu

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Foto: Dennis Gerbeckx

benachteiligen. Mein zentrales Anliegen ist es, diese Rahmenbedingungen in der Politik einzufordern und mitzugestalten. Vieles wurde erreicht. Die Einführung eines Pensionsvorsorgesystems analog der „Abfertigung Neu” ist ein Meilenstein. Damit wurde nicht nur eine wichtige Vorsorgemaßnahme für Unternehmerinnen und Unternehmer geschaffen, sondern auch sichergestellt, dass sie mit geringstem Kostenaufwand verbunden ist. Als weitere Maßnahmen zur sozialen Absicherung dieser Kleinstbetriebe wurden die Senkung des Beitragssatzes für die Krankenzusatzversicherung, die Verbesserung beim Kinderbetreuungsgeld, eine freiwillige Arbeitslosenversicherung und die Ausweitung der Betriebshilfe erreicht. Neben den wichtigen Erfolgen in der sozialen Absicherung konnten auch im Steuersystem deutliche Verbesserungen erzielt werden.
Die Investitionszuwachsprämie und ein dreijähriger Verlustvortrag auch für Einnahmen-Ausgaben-Rechner sind aber nur der Beginn einer Reihe für Klein- und Mittelbetriebe unverzichtbarer Reformschritte. Steuergerechtigkeit durch Gleichstellung der selbstständig Tätigen mit den unselbstständig Tätigen durch Einführung einer steuerbegünstigsten Jahressechstel-Regelung, eine Tarifreform, die Beseitigung lästiger Bagatellsteuern, ein höherer Bildungsfreibetrag und die Ausweitung des Vorsteuerabzugs auf alle Firmenautos – um die wichtigsten zu nennen – sind jedenfalls von der Politik umzusetzen wenn man die Verantwortung um die Wirtschaftsleistung und Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Wirtschaft ernst nimmt. Die Wirtschaftskammer geht mit dem Motto „Betriebe stärken – Kaufkraft erhöhen – Bürokratie abbauen” in die Diskussion der kommenden Monate.

05.10.2007

Soziales Netz auch für Unternehmer

Lange wurde darum gerungen, ab 1. Jänner 2009 ist es soweit: Selbständige, die bisher keine Leistungsansprüche aus der Arbeitslosenversicherung hatten, können sich auf freiwilliger Basis selbst versichern. Für die vielen Tausend freien Dienstnehmer gilt dies bereits ab 1. Jänner 2008.

Damit wurde für mich als Unternehmervertreterin eine lang gestellte Forderung erfüllt. Besonders Kleinunternehmer sind auf den Rückhalt eines soziales Netzes angewiesen, da ihr unternehmerisches Risiko sehr hoch ist. Ich bin aber auch davon überzeugt, dass die Gewährleistung der sozialen Absicherung die Motivation in die Selbständigkeit zu gehen, wesentlich erhöht, was wiederum dem Wirtschaftsstandort zugute kommt.

Trotz der bisherigen Erfolge sind jedoch noch weitere Punkte bei der Verbesserung der Rahmenbedingungen für Selbständige gefordert. Zwei davon sind: die Schaffung einer attraktiven Betriebsausfallversicherung und der steuerliche Ausgleich zum begünstigten 13. und 14. Monatsgehalt. Dafür werde ich mich in Zukunft weiterhin einsetzen.

24.05.2007

3. Kleinunternehmerabend

Die neue Halle F der Wiener Stadthalle war Veranstaltungsort des diesjährigen Informationsabends der Wiener Wirtschaftskammer für Kleinunternehmer. Rund 2.000 UnternehmerInnen sind gekommen. Mich freut das rege Interesse, denn es zeigt es mir wie richtig und wichtig es ist, dieser Zielgruppe auf ihre speziellen Bedürfnisse ausgerichtete Informationen anzubieten.
Ich habe dabei die Gelegenheit genutzt, einmal mehr das Servicepakt der WKW für diese Unternehmensgruppe vorzustellen.
Vor allem in den Bereichen soziale Absicherung (Betriebshilfe), Finanzierung, praxisnahe Information, Weiterbildung (Bildungsscheck) und Networking (Online-Plattform Creativespace) wurden verstärkt Akzente gesetzt. Einige wichtige Forderungen sind für mich als Unternehmervertreterin aber noch offen:
die Schaffung einer attraktiven Betriebsausfallversicherung, die Einrichtung einer freiwilligen Arbeitslosenversicherung und den steuerlichen Ausgleich zum begünstigten 13. und 14. Monatsgehalt. Dafür werde ich mich in Zukunft verstärkt einsetzen.

KommR Brigitte Jank im Gespräch

28.03.2007

Erben und schenken

Es ist sehr begrüßenswert, dass nach dem Auslaufen der Erbschaftssteuer auch die Abschaffung der Schenkungssteuer diskutiert wird. Denn bisher waren Firmenübernahmen besonders in der Familie mit großen finanziellen Hürden verbunden, die das Eigenkapital der Unternehmen aushöhlten und sie in ihrer Existenz bedrohten. Künftig steht den Unternehmen durch die Entlastungen Geld zur Verfügung, das für notwendige Investitionen verwendet werden könnte. Damit konnten wir einen wichtigen Etappensieg in unseren Bemühungen zur Entlastung der Unternehmen erreichen!