Unternehmerin, Präsidentin der Wirtschaftskammer Wien und Obfrau des Wiener Wirtschaftsbundes

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Kreativwirtschaft

08.04.2010

Wiener Design Center nach Londoner Vorbild

Design ist heute nicht nur als volkswirtschaftlicher Faktor von großer Bedeutung –allein in Wien sind laut einer aktuellen Auswertung über 6000 Designbetriebe angesiedelt -, auch für die betriebswirtschaftliche Performance von Unternehmen aller anderen Branchen ist der bewusste Umgang mit Design mittlerweile unersetzlich. Dies unterstreicht auch eine neue Studie, die vor kurzem in Deutschland durchgeführt worden ist. In dieser gaben fast 70 Prozent der befragten Unternehmen an, dass Design einen großen Einfluss auf die Gesamtrendite ihres Unternehmens hat, für 82 Prozent ist Design wichtig bei der Erschließung neuer Märkte und für fast 88 Prozent war Design verantwortlich dafür, Marktanteile gewonnen zu haben. Auch andere, internationale Studien belegen den positiven Zusammenhang von Design und Umsatz.

Internationalisierungsimpuls für Wiener Designunternehmen
Für Wien gilt es daher, diese erfolgversprechenden Erfahrungen nutzbar zu machen, den gezielten Einsatz von Design für die Erreichung der Unternehmensziele voranzutreiben und durch die Einrichtung eines Wiener Design Centers nach Londoner Vorbild den Stellenwert von Design, aber auch die Ausbildung, Forschung und Vernetzung mit der Wirtschaft zu unterstützen. Neben dem unmittelbaren Nutzen für die Wiener Betriebe kann von einem solchen Design Center auch ein wichtiger Internationalisierungsimpuls für Wiener Designunternehmen ausgehen, denn auch die internationale Vermarktung Wiener Designs und die Positionierung Wiens als mitteleuropäische Designmetropole am Sprungbrett zum Osten kann hier gesteuert werden.

Zusammenarbeit ausbauen
Begleitend zu diesem Prozess muss es aber auch gelingen, die Zusammenarbeit von Unternehmen traditioneller Wirtschaftsbereiche mit Designern weiter auszubauen und zur alltäglichen Selbstverständlichkeit werden zu lassen. Erfolgreiche Beispiele, die von einem eindeutig positiven wirtschaftlichen Ergebnis solcher Kooperationen zeugen, regen an, Gleiches zu tun. Vom reinen Produktdesign über die Gestaltung von Verpackung und Vermarktung bis hin zum Design der Arbeits- und Sozialprozesse in einem Unternehmen liegt ein breites Betätigungsfeld bereit, das darauf wartet, aufgegriffen zu werden.

09.10.2008

kreativ wachsen

Bereits elf Prozent des Wiener Regionalprodukts werden im Kreativsektor erwirtschaft. Allein in Wien arbeiten über 15.000 Betriebe in der Kreativwirtschaft zuzurechnenden Bereichen und beschäftigen rund 100.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Tendenz steigend. Es handelt sich um einen wachsenden Wirtschaftssektor, dessen Bedeutung für alle Wirtschaftsbereiche immer mehr zunimmt.

VDW081Für den Erfolg der Kreativbranche wie auch für die traditionellen Wirtschaftsbereiche wird ein aktives Aufeinander zugehen und eine wechselseitige Vernetzung zunehmend wichtiger, was die Vienna Design Week eindrucksvoll gezeigt hat. Im erfolgreichen Zusammenwirken entstanden neue Produkte und Dienstleistungen, die sich durch Qualität und Einzigartigkeit auszeichnen und im nationalen wie im internationalen Umfeld konkurrenzfähig sind. Kreative Ideen im Allgemeinen und Design im Besonderen eröffnen Unternehmerinnen und Unternehmern nicht nur die Möglichkeit, neue Felder zu besetzen, sondern auch Preise flexibler zu gestalten. Letztendlich sind die Beschäftigungseffekte nicht zu unterschätzen. Würden beispielsweise die Wiener Betriebe nur zwei Promille ihres Umsatzes in Design investieren, ergäbe das im Kreativbereich einen Beschäftigungszuwachs von 1000 Arbeitsplätzen.

Ich unterstütze deshalb die Vernetzung der Kreativwirtschaft mit anderen Wirtschaftsbereichen durch geeignete Plattformen, Seminare, Kontakte und vielfältige Information aktiv. Mit der Web-Initiative www.creativespace.at ist es uns gelungen, bis heute knapp 400.000 Seitenzugriffe zu generieren, und über den virtuellen "Marktplatz" einen Kommunikationsaustausch über Angebot und Nachfrage für interessierte Kooperationspartner zu ermöglichen.
Für die Zukunft wird es wichtig sein, hier noch schnellere Schritte zu gehen und dabei auch die öffentliche Hand in die Pflicht zu nehmen. Bei den vielen Milliarden, die vom Bund bis zu den Gemeinden jährlich für Wirtschaftsgüter und Investitionen aufgewendet werden, spielen die Leistungen der Kreativwirtschaft eine viel zu geringe Rolle. Mitunter sollte man auch darüber nachdenken, ob das Bundesvergabegesetz in seiner heutigen Fassung die beste Grundlage ist, um kreative Impulse zu ermöglichen.

Foto: www.katharinagossow.com

21.05.2008

Learn from the best

New York ist zweifellos eines der Zentren der Kreativszene. Die Stadt am Hudson River gilt zu Recht als Trendsetter in Sachen Architektur, Musik, Mode und Design und damit als Ausgangspunkt vieler Strömungen, die früher oder später auch Wien erreichen werden. Im Mittelpunkt meiner Wirtschaftsmission war daher der Kontakt zu den führenden Kreativen New Yorks, etwa zum weltweit anerkannten und Grammy-prämierten Designer Stefan Sagmeister, der als international erfahrener Unternehmer einen Überblick über die wirtschaftlichen Möglichkeiten der Kreativwirtschaft gegeben und zugesagt hat, seine Erfahrungen im Rahmen eines Workshops an Wiens Kreative weiterzugeben. Chancen und Anforderungen standen auch bei der Besprechung mit dem Kreativduo von Brew SDC im Vordergrund, das sich auf Gestaltung und Entwicklung moderner Shopkonzepte spezialisiert hat. Die beiden Unternehmer setzen vermehrt auf den Einsatz virtueller Räume wie 2nd Life oder Online-Spiele, um die Kunden auch abseits der traditionellen Vermarktungsschienen spielerisch anzusprechen.
In der Fülle der Termine zeichneten sich auch einige konkrete Kooperationen ab. So plant Material ConneXion, eine Materialbibliothek mit über 6000 Mustern, eine Niederlassung in Wien, um die Vernetzung von Kreativen und Industrie zu forcieren. In Begleitung von Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst, wurde darüber hinaus eine enge Zusammenarbeit zwischen der Angewandten und dem renommierten New Yorker Pratt Design Institute besprochen, in deren Mittelpunkt ein Austauschprogramm für Studenten stehen wird. Pratt ist vor allem für seine zweigleisige Ausbildung – neben fundierter Designausbildung wird großer Wert auf wirtschaftliches und unternehmerisches Wissen der Absolventen gelegt – sowie sein Gründerservice bekannt, die wegweisend für eine künstlerisch wie wirtschaftlich erfolgreiche Kreativszene sind.

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Foto: Jorge Gobbi

08.05.2008

Wiens Designer in New York

logoEin schöner Erfolg für unsere Kreativplattform CREATIVESPACE.at! Zehn Wiener Designerinnen und Designer unserer Plattform wurden eingeladen, auf der größten amerikanischen Design- und Möbelmesse ICFF in New York vom 17. bis 20. Mai ihre Produkte zu präsentieren. Das bestätigt das hohe Niveau der Wiener Kreativszene im Allgemeinen und natürlich die Qualität der Ausgewählten im Besonderen. Entlang der Schnittstellen zwischen traditionellen und kreativen Unternehmen weitet sich das Feld für zukunftsweisende Projekte. Hier entsteht Raum für Produkte und Dienstleistungen, die durch ihre Einzigartigkeit und Innovationskraft beeindrucken – und die damit entscheidende Wettbewerbsvorteile für Unternehmen generieren. Um dieses Potenzial nicht nur sichtbar, sondern im unternehmerischen Alltag auch nutzbar zu machen, haben wir vor einem Jahr CREATIVESPACE ins Leben gerufen, als einen Marktplatz im besten Sinn des Wortes. Und er wird zu einem international ausgerichteten Marktplatz: Für die Jury, die die Teilnehmer an der ICFF auswählte, konnten wir Experten rund um ICFF-Show-Direktor Phil Robinson gewinnen. Die Urteile dieses Gremiums haben in jeder Hinsicht und weltweit Gewicht.
Mit der Bilanz des ersten Jahres dürfen wir zufrieden sein. Nun müssen wir den Erfolg dazu nutzen, den Schwung weiter zu tragen. Um mehr für die kreativen Dienstleister, mehr für jene Unternehmen, die mit ihnen zusammenarbeiten wollen, mehr für den Wirtschaftsstandort Wien zu erreichen. Entscheidend wird sein, dass die traditionellen Unternehmer dieses Potenzial noch viel stärker als bisher wahrnehmen und nutzen. Erst durch Kooperationen und gemeinsame Projekte werden Erfahrung und Kreativität sinnvoll zueinander geführt, erst die Zusammenarbeit mit Unternehmen aus anderen Branchen sichert den Kreativen auf lange Sicht das wirtschaftliche Überleben. Die Wirtschaftskammer Wien wird das ihre dazu beitragen, diese Entwicklung zu forcieren.

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Fotos: ICFF 2008

19.11.2007

Kreativität ist Trumpf - auch im Advent

Wenn sich eine Straße in Lichterschmuck hüllt, dann naht die Weihnachtszeit. Das ist überall so in Europa. Nur in Wien ist es etwas Besonderes. Seit 2005 setzen wir gemeinsam mit engagierten Unternehmern in den Wiener Einkaufsstraßen und in Zusammenarbeit mit Designern ganz individuelle Beleuchtungskonzepte um.

Die in die Jahre gekommenen uniformen Weihnachtsbeleuchtungen werden durch neue kreative Lösungen ersetzt und um Straßen, die bisher noch nicht beleuchtet waren, ergänzt. Jede Straße, jedes Grätzel erhält einen ganz speziellen, auf den Charakter und die jeweiligen Vorzüge abgestimmten Lichterglanz. Dabei sind der Phantasie und den Möglichkeiten keine Grenzen gesetzt!

Die Anschaffungskosten stellen aber auch eine wirtschaftliche Herausforderung für die Unternehmer dar. Die Wirtschaftskammer Wien und der Wiener Wirtschaftsförderungsfonds fördern dieses Projekt deshalb mit insgesamt 2,5 Millionen Euro. Somit sind es heuer bereits 15 Wiener Einkaufsstraßen, die sich eine neue, leuchtende Visitenkarte gesichert haben. Für das nächste Jahr haben sich weitere acht Straßen beworben. Bei diesem Interesse und Engagement der Unternehmer wird eine flächendeckende Neugestaltung bis 2010 realistisch.

Das Besondere an "Light up” ist, dass es um mehr als nur um einen neuen Weihnachtsschmuck geht. Die Auswirkungen auf den Adventtourismus sind evident. Mit den einzigartigen, innovativen Projekten der jungen Designer trägt "Light up“ vor allem aber auch zur Positionierung Wiens als internationales Kreativzentrum bei. Und das in jeder Hinsicht, denn neben dem individuellen Design kommen umweltschonende und energiesparende Leuchtdioden zum Einsatz, die ganz neue Lösungen erlauben und einen wesentlichen Beitrag zur Energieeffizienz leisten.

Wien, die Wiener Einkaufsstraßen und ihre Mitglieder setzen damit neue Maßstäbe in der Kooperation von Handel, Kreativwirtschaft und Technik. Das ist es, was Wiener Unternehmertum wettbewerbsfähig macht.

06.10.2007

Vienna Design Weeks

Um heute unternehmerisch erfolgreich zu sein, müssen - mehr denn je - kreative Leistungen bei der Produktinnovation berücksichtigt werden. Die Wiener Wirtschaft kann hier bereits auf eine sehr lange Tradition zurückblicken.

Bei den nun erstmals vom 3. bis 21. Oktober stattfindenden Vienna Design Weeks werden vielfältigen Aktivitäten der Zusammenarbeit zwischen Betrieben und Designern einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Sie bieten aber auch eine hervorragende Chance, Design mit einer speziellen regionalen Identität über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt werden zu lassen.

Die Wirtschaftskammer Wien unterstützt dieses Festival, weil wir davon überzeugt sind, dass Kreativität gute Unternehmen noch besser macht.

Passionswege l Designkonferenz DESIGN07 l WIEN PRODUCTS collection 2007



VDesignWeeks

10.05.2007

Neue Networking- Plattform: CREATIVESPACE

Wien ist das Zentrum der österreichischen Kreativszene, denn nirgendwo sonst findet sie so gute Standortbedingungen wie hier. Um die Bundeshauptstadt für Kreative noch attraktiver zu machen, ihnen die Möglichkeit zu bieten, unternehmerisch erfolgreich zu sein, wurde auf meine Initiative die Internet- Plattform - www.creativespace.at – geschaffen. Zentraler Gedanke der neuen Plattform ist der Netzwerkgedanke. Auf ihr schaffen wir einen Raum für Präsentationen und Kooperationen und fördern das Bewusstsein für das große Potenzial, das in dieser Vernetzung liegt. Besonders der MARKTPLATZ stellt damit das geeignete Tool zur Verfügung.creativespace-logo